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Zimt – ein Hauch von Orient

Bei Zimt denken wir sofort an Weihnachtsgebäck und Glühwein. Das Gewürz gehört jedoch nicht nur in die Weihnachtsbäckerei, sondern passt auch zu herzhaften Speisen und ist äußerst gesund. Auch indischer Chai-Tee wird durch Zimt geschmacklich verfeinert.


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Manuela Bier

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
5. Dezember 2011
Bild: (c) segovax / pixelio.de

Der Zimtbaum

Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen, insbesondere des Echten oder Ceylon-Zimtbaums. Zur Gewinnung von Zimtöl werden kleinere Äste und ebenfalls die Blätter verwendet. Zimt kommt gemahlen als typisch braunes Pulver oder ganz, als Zimtstange oder Stangenzimt (zusammengerolltes, röhrenförmiges Rindenstück), in den Handel.

Der Zimtbaum ist in Südasien heimisch und gehört zur Familie der Lorbeerpflanzen. Er wird erst mehrere Jahre wachsen gelassen, bis der Stamm gekappt wird. Aus diesem Stamm wachsen mehrere junge Triebe. Nach ungefähr zwei Jahren werden die Triebe dann geschnitten und ihre Rinde abgeschält. Beim Trocknen rollt sich die Rinde ein und bildet die bekannte Form der Zimtstangen.

Üblicherweise werden zehn getrocknete Zimt-Röllchen von je 0,3 bis 1 Millimeter Stärke ineinandergelegt und zu zehn Zentimeter langen Stangen geschnitten. Je dünner die Rinde, umso feiner ist das Aroma, das die Stange abgibt. Diese Zimtrollen lassen sich lange verwenden, weil sie ihr Aroma nur langsam verlieren.

 

Ein wärmendes Heilmittel

Zimt ist bekannt als Heilmittel speziell bei Erkrankungen der Verdauungsorgane. Seine ätherischen Öle beseitigen Krämpfe im Darm und wirken entzündungshemmend bei infektiösen Darmkrankheiten.

Zimt stärkt nicht nur die Verdauung, sondern bringt auch Wärme in den Körper. Das wärmende Gewürz kann auch zur Behandlung von Diabetikern eingesetzt werden. Es wirkt blutzuckersenkend.

Äußerlich angewendet trägt Zimt in warmen Wickeln bei Gelenkbeschwerden sowie Sportverletzungen zur schnelleren Heilung bei. Daneben wird Zimt auch in der Aromatherapie eingesetzt, vor allem wegen seiner stärkenden, erwärmenden und anregenden Wirkung.

 

Tipp

Aufgrund der antibakteriellen und durchblutungsfördernden Eigenschaften sollte Zimt in der nass-kalten Jahreszeit häufiger in Ihrer Küche als Gewürz zum Einsatz kommen. Streuen Sie also öfter mal eine Prise Zimt in Ihren Kakao, Tee oder rühren Sie ihn in Joghurt oder ein Dessert. Auch der Duft von Zimtstangen wirkt belebend!




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