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Pudding, Vla oder Flan – eine Süßspeise im Ländervergleich

Süße Desserts gibt es in vielen Variationen. Der in Deutschland sehr beliebte Pudding steht auch in anderen Ländern auf der Speisekarte.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
19. September 2011
Bild: (c) Gänseblümchen / pixelio.de

Die Geschichte

Der Ursprung des Puddings führt zurück ins 17. Jahrhundert nach England. Das englische Wort pudding beschreibt einen herzhaften Serviettenkloß, der aus Mehl, Brot, Gemüse, Fleisch und Tierfett hergestellt und mit einem Tuch umwickelt im Wasserbad gegart wurde. Durch deutsche Einflüsse wurden in der viktorianischen Zeit zunehmend mehr süße Puddings entwickelt.

Mit der Einführung von Verdickungsmitteln und dem Sinken der Zuckerpreise wandelten sich die Puddingrezepte weiter. Ein süßer Milchpudding, der nicht mehr in einem Tuch sondern in einer Puddingform gekocht wurde, galt zunächst nur als nahrhafte Speise für Kinder und Kranke. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Süßspeise zu einem beliebten Dessert für Jung und Alt.

 

Süßer Pudding in Deutschland

In Deutschland sind Vanille- oder Schokoladenpudding aus der Speisekarte nicht mehr wegzudenken. Er wird kalt oder warm serviert, mal ist er schnittfest oder cremig gerührt und wird häufig mit einer Sauce aus roten Früchten oder geschlagener Sahne ergänzt.

Bereits 1870 wurde in Deutschland das erste süße Puddingpulver entwickelt. Durch einfaches Einrühren in kochende Milch war diese Leckerei in kurzer Zeit zubereitet. Heute geht der Trend wieder zu einem selbstgemachten Pudding aus Milch, Ei, Zucker und Speisestärke.

 

Vla aus den Niederlanden

Vla ist die niederländische Variante des Puddings. Er weist eine flüssige Konsistenz auf und ist besonders cremig. Angeboten wird Vla hauptsächlich in den Sorten Vanille, Schokolade, Karamell oder Erdbeere. Als Dubbel-Vla bezeichnet der Niederländer eine Mischung aus zwei Geschmacksrichtungen, die sich zusammen in einer Verpackung befinden, aber nicht direkt vermischt sind. Beim Ausgießen entstehen so zweifarbige Muster.

 

In Spanien heißt er Flan

In Spanien wird Flan ebenfalls aus den Zutaten Milch, Eiern und Zucker hergestellt. Dafür werden zunächst die Eier mit dem Zucker zu einer cremigen Masse verrührt und anschließend die Milch langsam zugegeben. In feuerfesten kleinen Schälchen, die mit karamellisiertem Zucker ausgestrichen werden, gart der Flan in einem heißen Wasserbad für etwa eine Stunde. Zum Servieren wird der Flan aus der Form gestürzt. Dabei zerläuft der karamellisierte Zucker auf der Oberfläche des Desserts.




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