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Trockenfrüchte – der Snack für unterwegs

Das Trocknen von Früchten ist ein seit Jahrhunderten angewandtes Verfahren zur Haltbarmachung für den Winter. Heute sind getrocknete Apfelringe, Aprikosen oder exotische Datteln und Feigen als leckerer Snack das ganze Jahr über beliebt.


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Maren Ottliczky

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
29. November 2010
Bild: (c) WRW / pixelio.de

Intensiver Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe

Aufgrund des Wasserentzugs beim Trocknen enthalten Trockenfrüchte die in frischen Früchten vorhandenen Vitamine und Mineralstoffe in besonders hoher Konzentration. Ein Ersatz für frisches Obst sind sie allerdings nicht, da ihr Vitamin C-Gehalt durch den Trockenvorgang abnimmt und sie aufgrund der konzentrierten Süße einen hohen Kaloriengehalt aufweisen. Sportler nutzen Trockenfrüchte als schnellen Energielieferanten und sie sind bei Süßhunger eine gesunde Alternative für Schokolade und Co. Außerdem fördern sie durch ihren hohen Ballaststoffgehalt die Verdauung.

 

Lange Haltbarkeit

Aufgrund ihres geringen Wassergehalts sind Trockenfrüchte bis zu einem Jahr haltbar. Zum Schutz vor Milbenbefall ist eine Lagerung in luftdicht verschlossenen Gefäßen geboten. Ein weißer Belag auf Datteln und Feigen wird oftmals für Schimmel gehalten. Es handelt sich dabei aber um auskristallisierten Zucker. Bedenklich sind allerdings schwarze Stellen, weshalb auch das Innere der Frucht geprüft werden sollte. Trockenfrüchte dürfen geschwefelt werden, damit die Farbe der Früchte erhalten bleibt. Wer dies nicht möchte, kann auf Bioprodukte zurückgreifen.

 

Apfelringe – selbst getrocknet

Die Äpfel werden gewaschen, entkernt und in Ringe geschnitten. Um eine Braunfärbung zu vermeiden, werden die Apfelringe in verdünntes Zitronen- oder Salzwasser getaucht. Sie können auf einer Schnur aufgezogen und um Schimmelbildung zu vermeiden an einem gut belüfteten Ort getrocknet werden. Schneller geht es in einem Dörrapparat oder im Backofen. Aber auch hier ist Geduld gefragt und der hohe Energieverbrauch zu bedenken: Im Heißluftbackofen sollten die Apfelringe am besten auf einem mit Backpapier ausgelegten Rost mehrere Stunden lang bei nur etwa 60 Grad getrocknet werden, um Inhaltsstoffe zu schonen und ein Hartwerden der Früchte zu verhindern. Die Trockenfrüchte sind fertig, wenn sie noch elastisch sind, beim Zerschneiden aber keine feuchten Stellen erkennen lassen.




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