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Skrei – Norwegischer Winterkabeljau

Jedes Jahr im Winter – und nur dann – taucht der Skrei in den Fischtheken von Feinkostgeschäften und auf den Speisekarten guter Restaurants auf. Er hat Saison von Januar bis längstens April.


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Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
14. Januar 2013
Bild: (c) hhltdave5 / clipdealer.com

Der "Wanderer"

Der ausgewachsene Skrei kehrt aus seinem "Sommerlager" in der Barentsee zurück zu den heimatlichen Laichplätzen vor den norwegischen Lofoten. Hier sind die Bedingungen dank der durch den Golfstrom milderen Temperaturen zum Laichen ideal. Dabei legen die Fische zwischen 600 und 800 Kilometer zurück. Dieser langen Reise verdankt der Skrei seinen Namen. Das norwegische "Skrei" bedeutet "der Wanderer". Die lateinische Bezeichnung ist "Gadus morhua".

 

Nachhaltigkeit

Wenn die riesigen Schwärme Ende Januar/Anfang Februar vor den Lofoten eintreffen, ist für die dortigen Fischer der Winter zu Ende. Doch anders als beispielsweise bei der Hochseefischerei wird hier nachhaltig gefischt. Auch heute noch wird nur mit kleinen Kuttern, zum Teil auch noch mit Handangelleinen gefischt, auch um das empfindliche Fleisch zu schützen. Die Saison endet spätestens Anfang April, wenn sich die Winterkabeljaus wieder auf den Weg in ihr Sommerlager machen.

 

Wertvolle Inhaltsstoffe

Mit der Geschlechtsreife kehren die Skreis zurück. Sie sind zwischen 60 und 100 Zentimeter lang und bis zu acht Kilo schwer. Durch die lange Reise ist der Skrei "durchtrainiert" und das Fleisch daher besonders fest und fettarm. Trotzdem ist das weiße Fleisch sehr fein und gilt als Delikatesse.

Der Skrei bietet bei 81 Kilokalorien 16,9 Gramm Eiweiß und nur 0,6 Gramm Fett (pro 100 Gramm). Ein Drittel des Fettes sind Omega-3-Fettsäuren. Auch der Jodgehalt ist mit 120 µg recht hoch.

 

Zubereitungsmöglichkeiten

Skrei ist aufgrund seines feinen Geschmacks vielseitig einsetzbar. Gebraten oder pochiert, deftig oder raffiniert. Deftige Varianten mit Grünkohl sind genauso möglich wie eine Kombination mit Muschelragout. Aber auch mit asiatischen oder mediterranen Zutaten lassen sich leckere Gerichte zaubern.




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