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Holunder – blühende Pracht

Ob Holderbusch oder Holler: Es existiert eine Vielzahl von Namen, die alle die bei uns bekannteste Holunderart bezeichnen – den Schwarzen Holunder.


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Lydia Heigl

Diplom-Ingenieurin (Ernährung und Versorgungs­management)
6. September 2010
Bild: (c) Templermeister / pixelio.de

Warum man vor Holunder den Hut zieht

Die Bezeichnung "Holler" leitet sich von einer alten Überlieferung ab. Dieser zufolge bewohnt die Holde (oder Holle) das Blattwerk des Busches. Gemeint ist eine segensreiche Göttin, die alles Böse von Haus und Hof abwehrt. Um den nötigen Respekt zu zollen, sollte man den Hut ziehen.

Im Mittelalter wurde das Abschneiden der Zweige als grobe Untat betrachtet, die mit dem Heimsuchen der im Holunder wohnenden Götter einherging.

Im Alten Rom wussten die Damen den roten Saft der Holunderbeeren für ihre Zwecke zu nutzen: Er diente ihnen als Haarfärbemittel.

 

Botanische Merkmale

Holunder ist der Familie der Geißblattgewächse zugehörig und weltweit aufzufinden. Insgesamt werden rund 25 Holunderarten unterschieden. Die bekannteste Art bei uns ist der Schwarze Holunder.

Der Strauch wächst in ganz Europa und erreicht nicht selten eine Höhe von zehn Metern. Seine Blätter sind paarweise an den Zweigen angeordnet und setzen sich aus bis zu fünf gezackten Blättchen zusammen.

Sobald der Sommer beginnt, erscheinen die weißen Holunderblüten mit ihrem typischen Duft. Die Blüten können bereits im Juni gesammelt werden, während die Früchte erst im August und September erntebereit sind.

 

Genügsamer Gartenbewohner und Vitaminlieferant

Der Strauch stellt eine ideale Gartenpflanze dar, die sich durch schnelles Wachstum und einen fruchtigen Geruch der cremeweißen Blüten auszeichnet. Zudem stellt er kaum Ansprüche an den Boden und begnügt sich mit einem halbschattigen Standort.

Vor allem die Blütendolden sind aus kulinarischer Sicht vielseitig einsetzbar. Werden sie durch flüssigen Eierkuchenteig gezogen und ausgebacken, erhält man die bekannten Hollerküchle. Die Blüten können auch für die Teezubereitung verwendet werden und besitzen in dieser Form eine desinfizierende Wirkung.

Die Beeren, die roh niemals verwendet werden dürfen, weisen einen hohen Vitamin- (vor allem Vitamin C) und Mineralstoffanteil (hauptsächlich Zink) auf und können zu Saft, Kompott und Gelees weiterverarbeitet werden.




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