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Naan – indisches Butterbrot

Die wichtigste Beilage in der indischen Küche wird schlichtweg als "Brot" bezeichnet und klingt in der persischen Form nach 1001 Nacht: Naan. Das Fladenbrot wird zu Curry- oder Dalgerichten, Suppen und Salaten gereicht und unterstützt diese mit seinem unverkennbar säuerlichen Geschmack.


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Sophia Nucke

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
19. März 2018
Bild: (c) wolfmaster13 / clipdealer.com

Einfache Zubereitung

Um ein schmackhaftes Naan zuzubereiten, benötigt man ausschließlich Zutaten, welche in der Regel im Haushalt vorzufinden sind. Hierzu zählen für das Grundrezept: Mehl, lauwarmes Wasser, Zucker, Öl, Hefe und Joghurt. Das Rezept kann verschiedenen Bedürfnissen und Geschmäckern angepasst werden. So kann der Zucker auch durch Honig oder die Hefe mit Backpulver ersetzt werden.

Aus den Zutaten wird ein Hefeteig hergestellt, zu dem nach einer Ruhephase das Joghurt-Öl- Gemisch hinzugegeben wird. Der Teig wird nach einer erneuten Ruhephase zu kleinen Teigkugeln geformt, welche zu Ovalen ausgerollt werden. Der Teig sollte hierbei nicht zu dünn sein. Bevor der Teig nun in der heißen Pfanne ausgebacken wird, werden die Teiglinge mit Butter bestrichen. Die Brote werden ca. eine Minute in der Pfanne gebacken, bis der Teig Blasen wirft und die gewünschte Bräune erreicht ist.

 

Vielseitige Beilage

Das Fladenbrot kann durch die Zugabe von weiteren Zutaten, wie Gewürzen (Knoblauch, Koriander, Kümmel) und Käse variiert werden. Diese können sowohl in den Teig eingearbeitet oder auch nach dem Backen auf das Naan gestrichen, gestreut oder gerieben werden. Auch die Zubereitung eines glutenfreien oder veganen Naan ist möglich, indem die Zutaten etwa durch Soja- oder Reismehl und Pflanzenmilch ersetzt werden.

In der traditionellen indischen und auch ayurvedischen Küche wird das Naan vor dem Backen mit Ghee bestrichen. Ghee ist das indische Butterreinfett, in dem Eiweiß, Milchzucker und Wasser entfernt wurden. Hierzulande kennt man das Produkt auch unter "Butterschmalz".

Im Gegensatz zu anderen Broten ist das Naan besonders fluffig und saftig und hat keine knusprige Kruste. Es sollte direkt nach der Zubereitung noch warm gegessen werden. Als Zugabe eignen sich verschiedene Dip-Variationen mit Schafskäse, Avocado oder Kichererbsen.




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