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Root-to-stalk: ganzheitliche Nutzung von Obst und Gemüse

Nach der Essenszubereitung wandert etwa die Hälfte des Eingekauften in den Müll, weil frische Lebensmittel nicht komplett essbar erscheinen. Das muss nicht sein!


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Barbara Beil

Bachelor of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
29. Januar 2018
Bild: (c) vvlavanda / clipdealer.com

Eine Frage der Gewöhnung

Oft liegt es nur an der kulturellen oder erzieherischen Prägung, warum wir manche Teile von Obst und Gemüse essen und andere nicht. Wir hinterfragen dies nicht, sondern gehen einfach davon aus, dass bestimmte Dinge wie Schalen oder Blattwerk ungenießbar und unverwertbar sind.

 

Warme Speisen

Vielfach ist Gemüse (Pastinaken, Karotten, Zucchini, etc.) auch ungeschält essbar, zumal man gleichzeitig die in und direkt unter der Schale befindlichen Vitamine aufnimmt.

Oft reicht es auch schon, wenn sparsamer abgeschnitten wird. Von Porree ist auch der dunkelgrüne Teil gut genießbar. Bei Fenchel kann man das Grün beispielsweise noch als Würze verwenden.

Genauso verhält es sich mit Broccoli und Blumenkohl, bei denen der Strunk häufig abgetrennt und nur die Röschen zubereitet werden. Dabei kann man entweder den ganzen Kopf in den Ofen geben oder aber den (geschälten) Strunk klein schneiden und dann länger garen als die Röschen. Alternativ kann daraus ein Püree oder eine Suppe entstehen.

Eine leckere Suppenbasis bildet auch eine Brühe aus Kohlrabi-Blättern, Möhrengrün, -enden und -schalen. Diese dazu längere Zeit in Wasser köcheln lassen, dann abgießen und weiterverarbeiten.

Gedünstete Kohlrabi-Blätter finden auch in Rouladen Verwendung.

 

Kalte Speisen

Das Grün von Radieschen, Karotten, Rettich und Roter Bete lässt sich gut zu grünen Smoothies verarbeiten.

Mit Nüssen und Käse zu einem Pesto verarbeitet sind diese Überbleibsel äußerst schmackhaft.

 

Knabbereien aus dem Ofen

Aus gut gewaschenen und abgetrockneten Pastinaken- oder Rettichschalen, aber auch aus den Kernen von Papaya und Kürbis kann man im Ofen mit etwas Öl und Gewürzen gesunde Leckereien zubereiten.

 

Kreativ werden

Überlegen Sie doch das nächste Mal – vielleicht schon während des Einkaufs –, ob man einzelne Rohkostbestandteile noch verwerten kann. Das sorgt für neue Geschmackserlebnisse, Experimentierfreude, Reduktion der Lebensmittelverschwendung und schont den Geldbeutel.




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