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Bunt gesponnen: Zuckerwatte

Süß und klebrig: Das sind die Worte, mit denen sich Zuckerwatte am besten beschreiben lässt. Sie ist fester Bestandteil eines jeden Jahrmarktbummels.


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Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
12. Januar 2015
Bild: (c) aieditor / clipdealer.com

Geschichte

Seit wann es die klebrige Nascherei gibt, ist unklar. Erwähnt wird sie erstmals in den Rezeptbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts. Irrtümlicherweise wird ihre "Erfindung" oft zusammen mit der Patentanmeldung für die erste Zuckerwatte-Maschine ins Jahr 1897 verlegt. Die erste große Präsentation der Maschine fand in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri anlässlich einer Weltausstellung statt.

 

Herstellung

Für eine Portion Zuckerwatte werden etwa fünf bis sechs Gramm Zucker, Isomalt oder Ahornsirup benötigt. Der erhitzte, verflüssigte Zucker wird in winzigen Tröpfchen von dem Spinnkopf in der Mitte der Maschine weggeschleudert. Beim Abkühlen erstarrt der flüssige Zucker zu feinen Fäden und kann mit einem Stab zur Zuckerwatte aufgewickelt werden. Die Fäden haben eine nicht-kristalline Struktur, sind weich wie Watte und zergehen im Mund quasi von selbst. Durch Zusatz von Lebensmittelfarbe erhält man bunte Zuckerwatte.

 

Selbst gemacht – geht auch

Für den Hausgebrauch gibt es Maschinen, die denen auf den Jahrmärkten ähneln. Aber man kann Zuckerwatte auch von Hand herstellen. Ihre Konsistenz ist dann ein wenig anders.

  • Dazu werden vier Tassen Zucker, eine Tasse Maissirup, eine Tasse Wasser und eine Prise Salz in einen Topf gegeben.
  • Die Mischung wird unter Rühren auf 160 Grad erhitzt.
  • Die heiße Flüssigkeit in einen flachen, hitzebeständigen Behälter geben.
  • Einen Schneebesen in den Zuckersirup tauchen, kurz abtropfen lassen und dann über die mit Backpapier ausgelegte Arbeitsfläche schwingen, so dass feine Zuckerstränge und ein kleines Nest entstehen.
  • Doch Vorsicht: Der Zuckersirup ist sehr, sehr heiß!
  • Die Zuckerwatte wie Lollis um Holzstäbe wickeln und am besten schnell essen.




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