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Raw Food-Trend – Rohkost als neuer Lifestyle?

Eine Ernährung, die sich ausschließlich aus Rohkost zusammensetzt, ist das Kennzeichen der "Raw Food"-Bewegung. "Lebendes für mehr Lebenskraft" – so lautet das Motto ihrer Anhänger.


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Veronika Werndle

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
25. Februar 2013
Bild: (c) detailfoto / clipdealer.com

"Lebendiges" Essen

Rohköstler ernähren sich nicht nur vegan (sie verzichten also auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier), sondern lehnen auch das Kochen und Braten der Nahrung ab. Obst, Gemüse, Samen und Wildpflanzen werden roh verzehrt, damit der Körper alle Nährstoffe aufnehmen kann und dadurch mehr Energie erhält.

  • Die Nahrung wird auf eine Temperatur von maximal 45 Grad erhitzt, also etwas mehr als Körpertemperatur.
  • Werden die Lebensmittel gekonnt miteinander kombiniert, können aufwendige Gerichte zubereitet werden – es gibt sogar Rezepte für Kuchen und Schokolade.
  • Zu den wichtigen Vorbereitungen zählen: das Einweichen und Keimenlassen von Samen, das Trocknen und Haltbarmachen von Obst sowie die Gewinnung von Milch aus Nüssen.
  • Die Nahrung kann selbst angebaut oder eingekauft werden – dabei ist auf Bio- und saisonale Lebensmittel zu achten.

 

Gefahren der Rohkost-Ernährung

Eine rein vegane Ernährung birgt das Risiko eines Nährstoffmangels, dies betrifft besonders Eiweiß, Vitamin B12, Calcium, Eisen und Jod. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die vegane Kostform keiner Altersgruppe und rät Schwangeren, Stillenden, Senioren und Kindern dringend davon ab.

 

Der Raw Food-Gedanke

Auch wenn eine reine Rohkost-Ernährung für die meisten nicht in Frage kommt und kritisch zu bewerten ist, kann sie dennoch dazu anregen, über das Ernährungsverhalten nachzudenken: Wie natürlich ist die Nahrung noch, wie stark ist sie verarbeitet, und könnte man mehr wertvolle pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen? Ein "Stück" Raw Food kann also jeder in seine Ernährungsweise integrieren.




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