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Ayurveda – Wissenschaft vom Leben

Ayurveda (Sanskrit yeda für "Wissen" und ayus "Leben") befasst sich mit dem individuellen Menschen. Das gilt auch für die Ernährung: Statt allgemeiner Nährwertvorgaben werden auf die Eigenschaften des Individuums abgestimmte Ratschläge gegeben.


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Birgit Henrich

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
12. September 2011
Bild: (c) Zsuzsanna Kilian / sxc.hu

Ziel: Harmonie

Die traditionelle Heil- und Gesundheitslehre Ayurveda beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist, Verhalten und Umwelt versteht. Sind alle Körperfunktionen im Gleichgewicht und Seele, Sinne und Geist in innerer Zufriedenheit, bleibt der Mensch gesund. Verschiedene Maßnahmen, wie Körper- und Atemübungen, Massagen, Meditation und Ernährung, helfen diese Harmonie zu erreichen.

 

Der individuelle Mensch

Nach Ayurveda hat jeder Mensch drei Qualitäten (Dosha), die durch typische Eigenschaften gekennzeichnet sind. Ziel ist es, die drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) im individuell angeborenen Verhältnis zu bewahren. Durch die Ernährung – und andere Einwirkungen von außen – wird jeweils ein anderes Dosha stimuliert oder gehemmt. So gibt es für jeden Dosha-Typ spezielle Empfehlungen, die auf den sechs Geschmacksrichtungen und physikalischen Eigenschaften eines Lebensmittels beruhen.

 

Ausgeglichenheit

Unabhängig vom Dosha-Typ sollte zudem Sattva gestärkt werden – der Impuls, ein harmonisches, glückliches Leben anzustreben. Leicht verdauliche Speisen, maßvolle Portionen und ein ausgewogenes Verhältnis der sechs Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit fördern diesen Impuls. Bei den verwendeten Lebensmitteln sollte möglichst auf saisonale und regionale Ware zurückgegriffen werden. Als Getränke werden Quellwasser und Kräutertee empfohlen.

 

Ernährungsphysiologische Bewertung

Ayurveda ist eine weitestgehend vegetarische, fettarme Kost mit möglichst frischen Lebensmitteln und abwechslungsreicher Nahrungsmittelauswahl. Insofern ist Ayurveda aus ernährungsphysiologischer Sicht positiv zu bewerten.




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