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Allergie oder Unverträglichkeit?

Häufig werden die Bezeichnungen Lebensmittelallergie und -unverträglichkeit synonym verwendet. Dabei gibt es klare Unterschiede in der Bedeutung.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
22. August 2011
Bild: (c) picsfive / clipdealer.com

Lebensmittelunverträglichkeit

Lebensmittelunverträglichkeit ist der Oberbegriff für alle wiederholbaren Reaktionen, die nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels auftreten. Unterschieden wird hier zwischen einer allergischen Unverträglichkeit, an der das Immunsystem beteiligt ist (Lebensmittelallergie) und einer nicht-allergischen Unverträglichkeit. Letztere beinhaltet Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel, Lebensmittelvergiftungen und -intoleranzen. Die nicht-allergischen Unverträglichkeiten entstehen nach direktem Kontakt des Lebensmittels mit dem Gewebe.

Somit ist eine Lebensmittelallergie zwar eine Lebensmittelunverträglichkeit, aber eine Unverträglichkeit muss nicht unbedingt eine Lebensmittelallergie sein.

 

Lebensmittelallergie

Eine Lebensmittelallergie ist eine Überempfindlichkeits-Reaktion des Körpers auf an sich harmlose Stoffe. Das menschliche Abwehrsystem stuft diese Stoffe als fremd ein und startet daraufhin einen Abwehrprozess. Die Substanzen in Lebensmitteln, die eine allergische Reaktion auslösen können, nennt man Allergene. Dabei handelt es sich um Eiweißverbindungen tierischer oder pflanzlicher Herkunft.

Charakteristisch für eine Lebensmittelallergie ist die spezifische Produktion von Abwehrstoffen gegen die als fremd eingestuften Lebensmittel. Bei erstem Allergenkontakt kommt es zu einer sogenannten Sensibilisierung. Erst bei erneuter Aufnahme desselben Allergens werden Botenstoffe (z. B. Histamin) in großen Mengen freigesetzt und die allergietypischen Anzeichen ausgebildet.

Betroffen von allergischen Reaktionen sind vor allem die Haut, die Atemwege und der Magen-Darm-Trakt.

 

Beispiel: Laktoseintoleranz und Kuhmilchallergie

Bei der Laktoseintoleranz liegt ein Mangel an dem Enzym Laktase vor. Dieses Enzym ist verantwortlich für den Abbau des Milchzuckers, der Laktose. Da es sich lediglich um einen Enzymmangel handelt, werden häufig kleine Mengen Milch vertragen.

Bei einer Kuhmilchallergie entwickelt die betroffene Person typische, allergische Symptome gegen die in der Milch enthaltenen Eiweißverbindungen. Da ein Verzicht auf Kuhmilch unumgänglich ist, muss besonders auf eine ausreichende Calciumzufuhr aus anderen Quellen geachtet werden.




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