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Rhabarber – so schmeckt der Frühling

Rhabarber ist einer der ersten heimischen Genüsse, die uns das Frühjahr bietet. Wir kennen und schätzen ihn als Marmelade oder Kuchenbelag.


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Hanna Ritter

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
29. März 2010
Bild: (c) gänseblümchen / pixelio.de

Chinesische Wurzeln

Botanisch gesehen ist das ursprünglich aus China stammende Gewächs ein Gemüse und kein Obst, obwohl es ausschließlich süß verarbeitet wird. In China wurde Rhabarber schon vor 5000 Jahren angebaut. Hauptanbaugebiete sind heute die Niederlande, England und Deutschland. Die Ernte beginnt bereits im April.

 

Große Blätter – viel darunter

Wer denkt, Rhabarber ist gleich Rhabarber, der irrt: Es gibt rot- und grünfleischige Stangen. Rhabarber mit grünem Fleisch hat den höchsten Säureanteil.

Eine Sonderstellung hat der Rhabarber, dessen Stiele eine rote Haut aber grünes Fleisch haben, der sogenannte Himbeerrhabarber. Sein Geschmack erinnert tatsächlich an Himbeeren. Er ist relativ mild im Geschmack, wird allerdings nicht so häufig angebaut und ist daher auch teurer im Einkauf.

 

Rhabarber plus Milch

Die großen Blätter sind nicht zum Verzehr geeignet, da ihr Oxalsäuregehalt zu hoch ist. Die Stängel enthalten deutlich weniger Säure als die Blätter, deren Wirkung kann zudem durch Kombination mit milchhaltigen Speisen abgemildert werden. Aufgrund der Oxalsäure sollte Rhabarber auch nicht in Aluminiumtöpfen verarbeitet werden.

Rhabarber wird in der Regel geschält zubereitet. Wird der Rhabarber nach dem Einkauf nicht gleich verwendet, kann er in feuchte Tücher geschlagen zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Geschält und in Stücke geschnitten kann er auch problemlos eingefroren werden. Als Zubereitungsmöglichkeiten sind beliebt: Marmelade (auch in Kombination mit Erdbeere), Kompott, Auflauf, Saft oder im Käsekuchen.

Das herb-süße Vergnügen ist Anfang Juli zu Ende, denn dann wird nicht mehr geerntet.




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