Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Wertvolles Wildobst

Wildobst wird immer beliebter, denn es ist kulinarisch und gesundheitlich attraktiv. Es wächst an Kleingehölzen, die auch optisch reizvoll sind.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Manuela Marin

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
28. September 2009
Bild: (c) Kunibert / pixelio.de

Sanddorn

Natur pur

Schon seit Urzeiten sammeln Menschen Wildfrüchte wie Beeren, Obst oder Nüsse. Heute entdecken vor allem Gesundheitsbewusste und Genießer die Inhaltstoffe und das intensive Aroma dieser Naturkost wieder. Auch im Handel kann man bereits Erzeugnisse aus Wildobstsorten finden.

Als Wildobst gelten Früchte, die vom Menschen nur wenig genutzt bzw. züchterisch bearbeitet wurden. Dazu zählen Klassiker wie Holunder, Sanddorn, Hagebutte, aber auch weniger bekannte Sorten wie Apfelbeere, Felsenbirne, Kornelkirsche, Mahonie oder Zierquitte.

 

Einzigartige Vitamin- und Mineralstoffspender

Viele Wildfrüchte weisen hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalte auf: So übersteigt beispielsweise der Vitamin C-Gehalt der Hagebutte je nach Reifegrad den von Zitronen um das Zehn- bis Hundertfache. Ähnliches gilt für Sanddorn. Die Apfelbeere liefert reichlich Vitamin B1 und B2 für die Nerven und den Stoffwechsel. Auch Folsäure, Vitamin E und die Mineralstoffe Eisen und Jod stecken in der heidelbeerähnlichen tiefblauen Apfelbeere. Die Felsenbirne ist ebenfalls reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen und Phosphor.

 

Zum Rohverzehr nur selten geeignet

Wildobst eignet sich in aller Regel nicht zum Frischverzehr, es schmeckt häufig recht sauer, ist sehr hart wie die Zierquitte oder enthält viele Kerne wie die Mahonie. Holunderbeeren sind roh sogar giftig. Ein Genuss hingegen sind frische Felsenbirnen mit milder Säure und leichtem Bittermandelaroma. Köstlich schmeckt Wildobst, wenn es zu Marmelade, Gelee, Saft, Limonade, Tee oder Likör verarbeitet wird. Geschmacklich empfehlenswert ist die Kombination mit Äpfeln.

 

Tipp: Berberitzen-Reis

Unter den fertig gekochten Reis werden in der asiatischen Küche gerne frische oder getrocknete Berberitzen gemischt. Getrocknete Berberitzen sind vor dem Gebrauch einige Stunden in Wasser einzuweichen. Dieser Reis ist eine sehr geschmackvolle Beilage, vor allem zu Geflügel.




Bildquellen von oben nach unten: (c) Kunibert / pixelio.de, (c) coralsea / sxc.hu, (c) nature.picture / pixelio.de, (c) miccala / sxc.hu, (c) manwalk / pixelio.de, (c) Birgit Eickenberg / pixelio.de, (c) BettinaF / pixelio.de, (c) kumar7075 / clipdealer.com, (c) matka_W / clipdealer.com