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Alles Saft?

Das Saftregal im Supermarkt birgt häufig Rätsel. Man findet dort nicht nur Fruchtsaft, sondern auch "Fruchtsaftgetränke" und "Fruchtnektar". Neu im Kühlregal sind auch "Smoothies". Doch was steckt hinter diesen Begriffen?


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Hanna Ritter

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
31. August 2009
Bild: (c) magone / clipdealer.com

Fruchtsaft

Fruchtsaft ist ein beliebtes Getränk in Deutschland. Auf der Beliebtheitsskala führend ist der Apfelsaft, gefolgt von Orangensaft, Multivitaminsaft und Traubensaft.

Als Fruchtsaft darf ein Getränk nur bezeichnet werden, das zu 100 Prozent aus dem Fruchtfleisch stammt. Während des Produktionsvorganges darf dem Saft Wasser entzogen werden, das später wieder zugesetzt wird. Dieses Verfahren spart Lager- und Transportkosten. Säfte, die nach der Pressung unverändert bleiben, werden mit der Bezeichnung Direktsaft angeboten.

 

Fruchtnektar

Beim Fruchtnektar liegt der Fruchtanteil je nach Obstart zwischen 25 und 50 Prozent. Der Rest wird mit Wasser und Süßungsmitteln aufgefüllt. Zucker darf bis zu 20 Prozent zugesetzt werden.

Bei Obstsorten, aus denen kein Saft gewonnen werden kann, wird Fruchtmark mit Wasser verdünnt, um eine flüssige Konsistenz zu erhalten. So entsteht z. B. Bananennektar.

 

Fruchtsaftgetränk

Hier liegt der Fruchtanteil noch darunter: Bei Kernobst und Trauben sollte der Fruchtanteil bei 30 Prozent liegen, bei Zitrusfrüchten bei 6 Prozent und anderen Obstsorten bei 10 Prozent. Auch hier wird der verbleibende Anteil mit Zuckerwasser aufgefüllt. Der geringere Fruchtanteil schlägt sich auch im niedrigeren Kaufpreis nieder.

 

Smoothies

Relativ neu im Handel sind sogenannte Smoothies. Es handelt sich dabei um Getränke, die aus der ganzen Frucht verarbeitet werden. Nicht zur Verwendung kommen Schale und Kerne. Fruchtmark wird häufig auch mit Saft vermischt, um eine cremige Konsistenz zu erhalten. Es gibt auch andere Zusätze wie Joghurt oder Milch. Eine genaue lebensmittelrechtliche Definition zu Smoothies gibt es in Deutschland noch nicht.

 

Saftschorle

Saftschorlen sind Mischungen aus Fruchtsaft und Mineralwasser. Der Wasseranteil liegt typischerweise leicht unter 50 Prozent. Fruchtsaftschorlen werden oft getrunken, weil sie weniger Kalorien als reine Fruchtsäfte enthalten und durch die verminderte Süße den Durst besser löschen.

Wer einen Fruchtsaft mit Mineral- oder Leitungswasser mischt, erhält die beste Saftschorle: sie ist nicht nur vitaminreich und erfrischend, sondern auch besonders kalorienarm, weil garantiert kein Zucker zugesetzt wurde.




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