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Ernährung auf dem Jakobsweg – Teil 2: In der Herberge

Der Jakobsweg. Spätestens nach dem Bestseller von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg" kennt ihn jeder. Wenn man täglich zahlreiche Kilometer zu Fuß zurücklegt, ist eine energieliefernde Ernährung essentiell – um sowohl körperlich als auch geistig bei Kräften zu bleiben. Aber wie sieht diese aus und welche Verpflegungsmöglichkeiten begegnen einem auf dem Weg nach Santiago de Compostela?


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Sara Niederberger

Bachelor of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
5. März 2018
Bild: (c) Sara Niederberger

Geselliges Abendessen

Nach einem langen anstrengenden Tag verspüren viele Pilger das Bedürfnis nach einer warmen, sättigenden Mahlzeit. Wenn man Glück hat, wird von den Betreibern der Pilgerherberge ("Hospitalero") ein Abendessen serviert, welches dann mit den anderen Pilgern zusammen an einem großen Tisch eingenommen wird. Hier handelt es sich meist um Gerichte, die gut in größeren Mengen gekocht werden können, wie z.B. Eintöpfe mit Gemüse (Zucchini oder Lauch) und Kartoffeln oder eine Suppe. Als Vorspeise gibt es grünen Salat mit Weißbrot. Dazu werden Wasser und Wein in großen Karaffen gereicht.

 

Selbst gemacht!

Wird kein Abendessen angeboten, gibt es meist die Möglichkeit selbst zu kochen. Einige Herbergen sind mit einer kleinen Küche sowie Geschirr und einigen Töpfen und Pfannen ausgestattet. Manchmal steht auch eine kleine Auswahl an Gewürzen bereit. Ein geläufiges und nahrhaftes Essen sind Nudeln. Diese können mit einer Sauce serviert werden oder zusammen mit angebratenem Gemüse wie Zucchini, Paprika, Tomaten, Pilzen und Mais. Da die im Handel angebotenen Mengen für eine oder zwei Personen oft zu groß sind und der Transport im Rucksack zusätzliches Gepäck bedeutet, lädt man sich unter Pilgern spontan zum Essen ein, was auch hier persönliche Kontakte fördert.

Wer nicht kochen möchte oder abends einmal Zeit für sich allein braucht, kann mit Brot, Käse, Chorizo, Tomaten und Oliven auch den Pilgerhunger stillen. Jedoch stellt die Mengenkalkulation hier eine Herausforderung dar, da eine Dose Oliven bzw. eine Packung Käse für eine Person relativ viel ist und sich der Transport am nächsten Tag schwierig gestaltet. Auch hier ist es üblich, diese an andere Pilger zu verschenken.




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