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Polenta – Gold aus Amerika

Der goldene Maisgrieß wird häufig unterschätzt. Doch mit der richtigen Zubereitung und würzigen Begleitern wird Polenta zum leckeren Erlebnis.


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Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
2. Mai 2016
Bild: (c) keko64 / clipdealer.com

In der Geschichte

Kolumbus brachte neben Kartoffeln und Tomaten auch Mais nach Europa. Hier waren damals Hirse, Buchweizen, Dinkel und Gerste beliebt, vor allem um nahrhafte Breie zu kochen. In vielen Gegenden Europas konnte der Mais bestens gedeihen und drängte diese heimischen Getreide zurück.

Der Mais wurde als ganzes Korn geschrotet und hieß danach Polenta. Das Schrot wurde mit Wasser und/oder Milch in großen Kesseln (die häufig aus Kupfer waren) über offenem Feuer langsam unter stetem Rühren so lange gegart, bis ein dicker Brei entstand. Dieser hieß ebenfalls Polenta und konnte süß oder salzig gegessen werden. Heute ist Polenta Bestandteil der Küche in Norditalien, Österreich, der Schweiz, Spanien, der Provence und in einigen Balkanländern.

 

Im Handel

Polenta wird immer noch meist aus dem ganzen Korn hergestellt. Sie ist ein vollwertiges Lebensmittel und gut für eine faserreiche Ernährung geeignet. Manche Hersteller entfernen vor dem Schroten den fetthaltigen Keim, dadurch ist das fertige Produkt länger haltbar.

Die Zubereitung von Polenta braucht Zeit. Nach ungefähr einer Stunde Rühren ist der Grieß weich gekocht. Schneller geht es mit Instantpolenta, die bereits vorgegart ist. Sie ist nach etwa 10 Minuten fertig. In Italien gibt es neben gelber Polenta auch welche aus roten, orangefarbenen, weißen oder schwarzen Maissorten. Sie variieren im Geschmack und eignen sich für unterschiedliche Gerichte.

 

In der Küche

Polenta wird während der Zubereitung nur dezent mit Salz, Pfeffer, Muskat und Käse gewürzt. Kaltgestellt können aus dem Brei Rauten geschnitten werden, die dann in Butter angebraten ein köstliches Röstaroma entwickeln. Sie schmecken zu Salaten oder mit fruchtiger Tomatensauce und Parmesan.

Frisch gekochte Polenta wird gerne mit herzhaften Fleisch- oder Gemüseragouts serviert. Sie harmoniert gut mit würzigem Bergkäse oder Vacherin. Knödel aus Polenta mit einer Sauce aus Wildkräutern sind ebenfalls eine wunderbare Kombination.




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