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Ayurveda – wer richtig isst, braucht keine Medizin

Ayurveda ist eine ganzheitliche indische Heilkunde mit jahrtausendealter Tradition. Ihr Ziel ist ein langes, glückliches Leben in Gesundheit. Erkrankungen werden mit Mitteln aus der Natur und im Einklang mit ihr geheilt. Die richtige Ernährungsweise ist dabei von zentraler Bedeutung.


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Marieke Winkelmann

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
10. März 2014
Bild: (c) shail9681 / clipdealer.com

Typsache

Ayurveda betont, dass jeder Mensch mit einer individuellen Konstitution geboren wird. Diese setzt sich in einem typischen Verhältnis der drei Lebensenergien (Doshas) Vata, Pitta und Kapha zusammen, die durch bestimmte Eigenschaften gekennzeichnet sind.

Wird die persönliche Gewichtung bewahrt, bleibt der Mensch gesund. Erkrankt er, bedeutet dies, dass ein Dosha durch eine ungünstige Lebens- und/oder Ernährungsweise zu sehr erstarkt ist. Folglich müssen die Energien wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

 

Sechs Geschmacksrichtungen

Die westliche Ernährungswissenschaft beurteilt die Nahrungsmittel primär anhand ihrer Nährstoffe und gibt breite Ernährungsempfehlungen heraus. In der ayurvedischen Ernährungslehre spielt der Geschmack eine zentrale Rolle. Hier kennt man sechs verschiedene Richtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb.

Den Geschmacksrichtungen werden unterschiedliche Wirkungen auf die Doshas zugesprochen. Damit der Mensch gesund bleibt, muss die Ernährung alle sechs Aromen umfassen. Die genaue Verteilung richtet sich nach der persönlichen Konstitution – der Speiseplan ist somit immer individuell.

Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für Lebensmittel unterschiedlicher Geschmacksrichtungen sowie deren Wirkung auf die Doshas:

GeschmacksrichtungLebensmittelAuswirkungen
SüßZucker, Milch, Butter, Brot, Reis, Kartoffeln, TeigwarenKapha
SauerZitrusfrüchte, Beeren, Kefir, Joghurt, Käse, EssigPitta
SalzigSalzVata
ScharfZwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer, Pfeffer, PfefferminzblätterKapha
BitterArtischocke, Chicorée, Spinat, grüner Salat, Löwenzahn, Koriander, KurkumaVata
Herb (zusammenziehend)Hülsenfrüchte, Buchweizen, Maismehl, Amarant, Aubergine, Fenchel, Rhabarber, Quitte, SalbeiVata

 

Neben einer abwechslungsreichen Lebensmittelwahl im Rahmen der eigenen Konstitution wird im Ayurveda Wert auf naturbelassene und frisch zubereitete Speisen gelegt, die möglichst in Ruhe und zu regelmäßigen Zeiten verzehrt werden.




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