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Ajowan – exotische Schärfe und natürliche Heilwirkung

Wer sich für natürliche Heilverfahren, insbesondere Ayurveda, interessiert, hat sicher schon davon gehört: Ajowan ist ein kümmelähnliches Kraut, das nach Thymian schmeckt.


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Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
5. August 2013
Bild: (c) yatomo / clipdealer.com

Botanik

Ajowan ist eine einjährige, krautige Pflanze mit filigranen Blättern, die 30 bis 60 cm hoch wird. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und blüht weiß mit fünf bis fünfzehn Blüten. Die Früchte sind etwa einen Millimeter groß, oval und bräunlich-rot und dem Kümmel nicht unähnlich. Das Kraut wird nach der Reife gerodet und gedroschen.

 

Herkunft

Vermutlich hat Ajowan seine Heimat im östlichen Mittelmeerraum, Ägypten oder Indien. Kultiviert wurde die Pflanze dort schon vor Christi Geburt. Im frühen Mittelalter gelangte der sogenannte "Kretische Kümmel" nach Europa. Die Versuche, ihn hier zu kultivieren, mussten jedoch aufgrund der klimatischen Bedingungen aufgegeben werden. Die Hauptanbaugebiete heute sind Indien, Afghanistan, Ägypten, Iran und Äthiopien.

 

Geschmack und Verwendung

Auch wenn der Name eine Verwandtschaft mit dem Kümmel suggeriert, schmecken die getrockneten Früchte stark nach Thymian. Zu kaufen gibt es Ajowan ganz, gemahlen oder als Öl. Wegen des sehr intensiven Geschmacks eignet sich Ajowan eher für exotische Gerichte. Wer es jedoch schärfer mag, kann Ajowan in Gemüsegerichten, Suppen, Pickles, zu Fleischgerichten, Geflügel und auch Reisgerichten verwenden. Da sein Aroma sehr intensiv ist, sollte Ajowan nur sparsam verwendet werden. Bei der Lagerung sollte man einen dunklen, kühlen Ort wählen sowie ein gut verschließbares Behältnis.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die getrockneten Früchte enthalten bis zu fünf Prozent ätherische Öle. Den größten Anteil bildet Thymol. Dazu kommen 25 Prozent Öl und etwa 15 Prozent Eiweiß.

Das durch Destillation gewonnene Ajowanöl diente früher als schleimlösender Bestandteil von Hustentropfen. Heute wird es synthetisch hergestellt. Die enthaltenen ätherischen Öle haben eine stark entzündungshemmende Wirkung, daher findet das Kraut Verwendung in Antiseptika und auch in Mundwässern. In der Ayurvedischen Lehre wird Ajowan gerne bei Verdauungsstörungen eingesetzt.




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