Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Sauerkrautsaft – für ein gutes Bauchgefühl

Liebhaber schätzen an Sauerkraut vor allem den hohen Vitamin C – Gehalt und den mild-säuerlichen Geschmack. Der roh gepresste Saft des Weißkohlgemüses hält ebenfalls viel Gutes für den Körper bereit.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Stefanie Maurer

Diplom-Ökotrophologin FH (Ernährungs­wissenschaftlerin)
1. Juli 2013
Bild: (c) szakaly / clipdealer.com

Schmackhaft und verdauungsfördernd

Genau wie das milchsaure Gemüse verfügt auch der naturtrübe Saft des Sauerkrauts über einen hohen Gehalt an Vitamin C. Gleichzeitig ist das Getränk kalorienarm, ballaststoffreich und gilt als gut bekömmlich. Erwähnenswert sind außerdem die enthaltenen Milchsäurebakterien. Diese sind wesentlicher Bestandteil der menschlichen Darmflora und verantwortlich für die Immunabwehr und die Förderung der Verdauung. Ob die Aufnahme sogenannter Probiotika über die Nahrung sich tatsächlich effektiv auf die Darmflora auswirkt, ist bisher zwar wissenschaftlich umstritten; die Unterstützung der Darmtätigkeit durch den Powertrunk ist jedoch bewiesen. So wird dieser auch gerne als natürliches Heilmittel bei Verstopfungen empfohlen.

 

Industrielle Fertigung

Industriell hergestellter Sauerkrautsaft wird durch Auspressen von milchsauer vergorenem Weißkohl gewonnen. Hierbei wird der klein geschnittene und gestampfte Weißkohl zunächst über mehrere Tage traditionell in Holzfässern oder in moderneren Produktionsstätten in luftdicht verschließbaren Gärsilos fermentiert. Zu diesem Zeitpunkt haften dem Kohl bereits Milchsäurebakterien an. Aus dem somit entstehenden rohen Sauerkraut erfolgt schließlich die Gewinnung des naturtrüben Saftes, der häufig noch mit Salz abgeschmeckt wird.

Die zur Haltbarmachung durchgeführte Pasteurisierung des Gemüsegetränkes bewirkt allerdings, dass ein Großteil des natürlichen Vitamin C und der Milchsäurebakterien wieder abgebaut bzw. inaktiviert wird. Dies geschieht aufgrund der Erhitzung. Wer den Sauerkrautsaft vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung genießen möchte, sollte demnach zur selbst gemachten Alternative greifen.

 

Eigene Herstellung

Zur heimischen Herstellung von etwa einem Liter Sauerkrautsaft werden 250 Gramm sehr fein geschnittener Weißkohl und 750 ml stilles Wasser benötigt.

  • Beim Verrühren des Krauts mit dem Wasser ist darauf zu achten, dass dieses vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist.
  • Die Mischung dann in einem Tontopf mit Deckel bei Zimmertemperatur drei Tage lang gären lassen und anschließend durch ein Sieb gießen.
  • Das Kraut kann verworfen werden.
  • Mit 70 bis 100 ml des fertigen Sauerkrautsaftes, 450 ml stillem Wasser und 400 Gramm Weißkohl lassen sich nun immer wieder weitere Mischungen ansetzen, die dann nur noch 24 Stunden Gärung benötigen.

Frischer Sauerkrautsaft schmeckt mild säuerlich und sollte leicht prickeln. Im Kühlschrank ist er etwa einen Tag haltbar.




Bildquellen von oben nach unten: (c) szakaly / clipdealer.com, (c) Rüdiger (Roger) Uwe Eichler / pixelio.de, (c) Maren Beßler / pixelio.de, (c) sabine koriath / pixelio.de, (c) detailfoto / clipdealer.com, (c) yelenayemchuk / clipdealer.com, (c) fpwing / clipdealer.com, (c) andreyst / clipdealer.com, (c) Saphira / clipdealer.com, (c) nito500 / clipdealer.com, (c) pinkomelet / clipdealer.com, (c) manuta / clipdealer.com