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Poffertjes – holländische Minipfannkuchen

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Nur ein bisschen größer als eine Münze – dennoch haben sie es geschmacklich in sich: Poffertjes. Die kleinen Gebäcktaler, die mit Butterstückchen und viel Puderzucker serviert werden.


Bild: (c) charlotteLake / clipdealer.com

Stefanie Maurer

Diplom-Ökotrophologin FH (Ernährungswissenschaftlerin)
1. April 2013



Niederländisches mit französischen Wurzeln

Man vermutet kaum, dass Nederlandse Poffertjes ihren tatsächlichen Ursprung im Jahre 1795 im französischen Bordeaux haben. Einer Sage nach verwendeten französische Mönche damals Buchweizen- anstelle von Weizenmehl für ihre Hostien. Die neuartigen Pfannküchlein begeisterten durch ihren aromatischen Geschmack. So wurde das Rezept durch die Geschäftsleute über die Grenzen Frankreichs hinaus bis in die Niederlande getragen, wo es noch ein wenig verändert wurde. Damals war das Gebäck unter dem Namen Broedertjes bekannt und wurde vor allem auf Jahrmärkten verkauft.

 

Traditionell gebacken

Wer sich heute auf Volksfesten oder Weihnachtsmärkten Poffertjes nach originalem niederländischen Rezept gönnt, der erhält kleine Pfannküchlein, bestehend aus Weizen- und Buchweizenmehl in einem Mischungsverhältnis von 1:1. Weitere Zutaten sind Eier, Hefe, Milch, etwas Salz, geschmolzene Butter, Zucker oder Sirup.

Gebacken werden die kleinen Teigspezialitäten in einer besonderen Pfanne – der Poffertjespan. Diese ist meist gusseisern und enthält gerundete Vertiefungen mit einem Durchmesser von vier Zentimetern. Vor jedem Backvorgang gilt es, diese Mulden auszufetten. Traditionell wird dies mit einem hitzebeständigen Baumwolltuch, welches in geschmolzener Butter getränkt wurde und um einen Holzstab gewickelt ist, durchgeführt. Zur Befüllung des Backbleches mit dem Teig wird eine langstielige Schöpfkelle verwendet.

 

Außen heiß – innen weich

Die Poffertjes werden nach der Hälfte der Backzeit mit Hilfe einer langstieligen Gabel gewendet und dabei nicht ganz durchgebacken. Sie haben somit noch einen weichen Kern. Serviert werden sie heiß, mit Butterstückchen und Puderzucker bestreut. Anstelle des Zuckers können sie aber auch mit Zuckerrübensirup, sogenanntem Stroop, übergossen werden. Gerne reicht man auch Schlagsahne oder klein geschnittene Früchte dazu.




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