Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Lycopin – Powerstoff aus der Tomate

Lycopin, der rote Farbstoff der Tomate, verfügt über weit mehr als nur färbende Funktionen. Das zur Stoffgruppe der Carotinoide gehörende Lycopin ist zudem ein starkes Antioxidans, dem viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Jennifer Schmidt

Master of Science (Ernährungs- und Verbraucher­ökonomie)
7. Januar 2013
Bild: (c) Peter Bast / pixelio.de

Vorkommen

Lycopin ist in vielen roten und rosafarbenen Obst- und Gemüsesorten wie Paprika, Hagebutten, Grapefruits und auch Wassermelonen enthalten. Den mit Abstand größten Gehalt an Lycopin besitzen jedoch Tomaten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Substanzen, die bei der Verarbeitung zerstört werden, steigt der Lycopingehalt von Tomaten mit zunehmender Verarbeitung an. Durch die Zerkleinerung und die Hitze wird das relativ hitzeunempfindliche Lycopin aus den Zellen herausgelöst. Deshalb ist der Lycopingehalt in Tomatenprodukten wie Dosentomaten, Tomatensuppe, -sauce, -mark und Ketchup deutlich höher als in frischen Tomaten.

 

Lycopin als Antioxidans

Seine chemische Struktur verleiht dem Lycopin ein hohes antioxidatives Potential. Dadurch spielen Lycopine eine wichtige Rolle beim Schutz der Körperzellen vor Veränderungen und bei der Stärkung des Immunsystems. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass Lycopin das Herz-Kreislauf-System stärkt und das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle verringert.

 

Empfehlung

Eine empfohlene Tagesdosis für den Verzehr von Lycopin gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bislang nicht. Ein regelmäßiger Verzehr von Tomatenprodukten im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung ist daher die beste Wahl, um seinen Körper ausreichend mit Lycopin zu versorgen. Wie alle Carotinoide ist Lycopin nur fettlöslich. Deshalb sollten Tomaten und Tomatenprodukte stets mit einer kleinen Portion an Speiseölen oder -fetten zubereitet werden. Erst dann kann das Lycopin optimal vom Körper aufgenommen werden.




Bildquellen von oben nach unten: (c) Peter Bast / pixelio.de, (c) Michael Mertes / pixelio.de, (c) kumar4me / sxc.hu, (c) Rolf Handke / pixelio.de, (c) Helene Souza / pixelio.de, (c) Karl Strebl / pixelio.de, (c) svetlanna / clipdealer.com, (c) CarmenSteiner / clipdealer.com, (c) Klaus Steves / pixelio.de, (c) Serg64 / clipdealer.com, (c) margouillat / clipdealer.com, (c) nito500 / clipdealer.com, (c) pinkomelet / clipdealer.com, (c) manuta / clipdealer.com