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Vitamin D – neue Referenzwerte

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Vitamin D spielt für mehr Gewebe des menschlichen Körpers eine Rolle, als bisher bekannt war. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden die Referenzwerte für die tägliche Zufuhr von Vitamin D angehoben.


Bild: (c) Brybs / sxc.hu

Ida von Boeselager

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin)
14. Januar 2013



Funktionen des Vitamins

Bekannt ist das Vitamin D bzw. seine Wirkform, das Hormon "Calcitriol", vor allem für seine Rolle beim Knochenaufbau. Neu entdeckt wurde nun, dass auch der Hormonhaushalt, die Immunzellen und Entzündungsbotenstoffe, sowie die Entwicklung und das Wachstum von Körperzellen durch Vitamin D beeinflusst werden.

So konnte nachgewiesen werden, dass eine optimale Vitamin-D-Versorgung bei älteren Menschen unter anderem das Risiko für Stürze und Knochenbrüche senken kann.

 

Bedarf

Vitamin D wird nicht ausschließlich über die Nahrung aufgenommen. Vielmehr kann es bei entsprechender Sonneneinstrahlung in der Haut selbst gebildet werden.

Dennoch leiden 60 Prozent der deutschen Bevölkerung an einem Vitamin-D-Mangel. Deswegen wurden die Referenzwerte für Vitamin D im Jahr 2012 angehoben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jetzt eine tägliche Zufuhr von 20 Mikrogramm (µg) pro Tag. Lediglich für Säuglinge beträgt die Empfehlung 10 µg.

 

Versorgung

Vitamin D kann über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Besonders geeignete Lebensmittel sind fettreiche Fische (z. B. Makrele, Hering) sowie Leber, mit Vitamin D angereicherte Margarine, Eigelb und Speisepilze. In Deutschland werden so durchschnittlich ein bis vier µg Vitamin D pro Tag über Lebensmittel aufgenommen.

Das Besondere beim Vitamin D ist, dass der Körper es bei entsprechender Sonnenexposition in der Haut selbst bilden kann. Wenn sich also in Deutschland eine Person (Hauttyp III) für drei bis acht Minuten mit unbedecktem Gesicht, Hals und Armen in der Sonne aufhält, kann der Körper etwa 10 µg Vitamin D selbst bilden. Bei häufigem Aufenthalt im Freien, insbesondere auch bei körperlicher Aktivität im Freien, wird auch mehr Vitamin D gebildet.

 

Besondere Fälle

Im Winter ist die Sonne in unseren Breitengraden allerdings schwach, weswegen wenig Eigensynthese möglich ist. Generell können dunkelhäutige und ältere Menschen nicht viel Vitamin D bilden. Um in solchen Fällen eine ausreichende Versorgung sicherzustellen, können geeignete Präparate verwendet werden. Bei diesen wird die Vitamin D-Menge in internationalen Einheiten (IE) angegeben: 40 IE entsprechen 1 µg Vitamin D.




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