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Das innere Feuer – Traditionelle Chinesische Ernährung im Winter

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Bei Kälte tut eine warme Suppe gut. Das wissen nicht nur Nordeuropäer, sondern ebenso die Menschen in Asien, die sich nach der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin ernähren.


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Marion Ringhoff

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin)
1. Oktober 2012



Im Gleichgewicht

Die Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin berücksichtigt die thermischen Effekte von Lebensmitteln. Ziel soll es sein, eine Ausgewogenheit von Yin (Feuchtigkeit und Kälte) und Yang (Energie und Wärme) im Körper zu schaffen.

 

Welche Lebensmittel wärmen den Körper?

An der Tabelle können Sie ablesen, wie Sie der kalten Jahreszeit durch die bewusste Auswahl wärmender Lebensmittel gegensteuern können.

neutralleicht wärmendstark wärmend
ObstWeintraube, Pflaume, Pfirsich, Aprikose, SüßkirscheRosinen, Trockenobst, Essig
GemüseErbse, Linse, Karotte, Kartoffel, KohlFenchel, Kürbis, Paprika, Zwiebeln, Lauch
Kräuter, Gewürze, Nüsse, GetreideErdnuss, Haselnuss, Mandel, gekochtes GetreideKräuter, Vanille, Walnuss, Pistazie, PinienkernPfeffer, Curry, Chili, Ingwer, Zimt
MilchprodukteMilch, Butter, Sahne, KäseSchafkäse, Ziegenkäse, Harzer Käse
Fleisch, Fisch, EiRindfleisch, EiHuhn, Wild, Thunfisch, Shrimps, geräucherter FischLamm, Schaf, Ziege, gegrilltes Fleisch
GetränkeTraubensaft, MalzbierKaffee, KakaoYogitee, Fencheltee

 

Ran an die Kochtöpfe!

Kochen, braten, backen – all diese Zubereitungsarten bekommen nun Bedeutung, denn die Hitzezufuhr im Kochtopf erwärmt später auch den Körper. In Fleisch, besonders Lamm, steckt tendenziell viel Wärme, aber auch scharfe Gewürze, wie Ingwer oder Chili, können die Körperwärme nach außen hin mobilisieren. Kakao leitet die Wärme in die Extremitäten: Wenn Sie also zu kalten Händen und Füßen neigen, entscheiden Sie sich im Winter häufiger mal für

  • Kakao oder Yogitee,
  • Chilieintopf oder Hühnersuppe,
  • gekochten Haferporridge, Bratapfel oder Milchreis mit Zimt.




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