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Kresse selbst säen

Ein Kressebeet zaubert frisches Grün auf die Frühlingstafel. Doch wie schnell keimt Kresse, damit sie pünktlich dekorativ sprießt? Hier kommt das Know-how dazu.


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
19. März 2018
Bild: (c) Halina Zaremba / pixelio.de

Die Basics

Samen für die einfache oder glatte Gartenkresse gibt es in Supermärkten und Gärtnereien. Wer noch ein Päckchen zu Hause hat, sollte unbedingt einen Blick auf das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum werfen: Überlagerte Samen keimen nicht mehr richtig aus.

Außerdem sind nötig: unbedrucktes Küchenkrepp, Watte, weiße Papiertaschentücher oder Kräutererde. Wählen Sie ein ansprechendes Pflanzgefäß aus, zum Beispiel eine hübsche Platte, eine Tarteform aus Porzellan, spezielle Kresse-Igel aus Ton, Mini-Tontöpfchen mit Untersetzer, kleine Weckgläser oder Schälchen. Stellen Sie sich eine Gießkanne oder eine Wasser-Sprühflasche für den großen Durst der Kressekeimlinge bereit.

 

Und so geht´s

Pflanzgefäß mit Küchenkrepp, Watte oder Papiertaschentüchern auskleiden. Bei Verwendung von Küchenkrepp oder Taschentüchern mehrere Lagen übereinander schichten. Pflanzen Sie die Kresse in Töpfchen an, knüllen Sie aus Krepp oder Papiertüchern Bällchen und füllen damit das Gefäß – das bringt Höhe und sichert, dass die Kresse über den Topfrand hinaus dekorativ wachsen kann. Vor dem Einsäen noch zwei Lagen aus Krepp oder Papiertaschentüchern passend zurechtschneiden und auf die Bällchen legen, damit eine ebene Fläche entsteht. Natürlich lässt sich auch Erde als Unterlage verwenden.

Anschließend das Substrat wässern und die Kresse gleichmäßig nebeneinander aussäen. Wichtig: Die Samen nicht bedecken, denn Kresse ist ein Lichtkeimer. Ein idealer Platz zum Keimen ist eine helle Fensterbank. Wenn die Kresse über einer Heizung steht, keimt sie schneller – aber Achtung: Zu warm mag es Gartenkresse nicht. Gut geeignet ist eine Temperatur bis 22 Grad. Das Substrat darf nicht austrocknen. A und O ist regelmäßiges Wässern, so dass das Substrat stets gleichmäßig durchfeuchtet ist. Falls nötig, unter Umständen zweimal pro Tag gießen.

 

Vorfreude

Ansonsten ist weiter nichts zu tun, außer sich am schnellen Wachsen des Kreuzblütengewächses zu erfreuen. Schon am nächsten Tag zeigen sich erste Keimansätze. Nach sechs Tagen ist das Kressebeet als Deko einsatzbereit. Wer die Kresse ernten will, lässt sie noch einen Tag länger wachsen. Die einjährige Pflanze gibt einen schönen, grünen Farbklecks für grüne Saucen oder Suppen und liefert dabei ein würziges, leicht scharfes Aroma.

Überlässt man Gartenkresse sich selbst, erreicht sie eine Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimetern und bildet weiße bis rosafarbene Blüten.




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