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Basilikumsamen: ein Superfood?

Nach Flohsamen, Leinsaat und Chia erregt jetzt eine weitere Samenart die Aufmerksamkeit der Gesundheitsbewussten: Basilikumsamen. Lohnt sich der Hype?


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Barbara Beil

Bachelor of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
22. Januar 2018
Bild: (c) topteen / clipdealer.com

Gesundheitliche Bilanz

Vielerorts werden die aus der Ayurveda-Lehre bekannten Samen als Nährstoffbomben hervorgehoben. Sie weisen in der Tat einen hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure (ALA), eine Omega-3-Fettsäure, auf. Problematisch ist jedoch, dass ALA nur zu einem sehr geringen Anteil zu bioaktiven und gesundheitsfördernden Fettsäuren umgewandelt werden kann. Die in höherer Menge enthaltene Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) behindert diese Umwandlung. Da wir diese durch unsere Ernährung schon in großer Menge aufnehmen, ist das Fettsäure-Verhältnis der Samen weniger gut zu bewerten. (Hintergrund: Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren sollte idealerweise 1:5 betragen.)

Der häufig angepriesene hohe Vitamin K- und Eisengehalt besteht zwar, jedoch ist die Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter als aus tierischen. Daher sind die enthaltenen Mengen sehr gering, vor allem wenn man die übliche Genussmenge von 10 bis 30 Gramm bedenkt. Bei größeren Mengen kann sich der ungewohnt hohe Ballaststoffgehalt negativ auf die Verdauung auswirken.

 

Hilfe bei der Gewichtskontrolle

Bei normalen Mengen erweist sich der hohe Ballaststoffgehalt als positiver Aspekt. Denn diese fördern die Gesundheit des Darms, sättigen gut und halten den Blutzucker stabil. So kann auch eine Gewichtsreduktion erleichtert werden.

 

Mittel gegen Diabetes?

Laborstudien weisen darauf hin, dass Extrakte der Samen antioxidative Eigenschaften besitzen und bei Diabetes mellitus Typ 2 die Glukoseaufnahme in die Zellen verbessern können. Ob sich diese Wirkung im menschlichen Organismus durch Essen der Samen auch einstellt, ist noch nicht belegt.

 

Anwendungsmöglichkeiten

Man findet Basilikumsamen oft in Asia-Läden und im Internet. Man kann sie genauso wie Chia-Samen verwenden. In Milchprodukten, Getränken oder auch im Gebäck sorgen sie durch ihre starke Quellbarkeit für eine veränderte Konsistenz und eine leicht nussig schmeckende Note.

 




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