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Gremolata: Würze aus dem Norden Italiens

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Die Würzmischung Gremolata wird in der Regel aus frischen Zutaten und erst kurz vor dem Genuss zubereitet. Das erfrischende Aroma der wenigen Zutaten verfeinert nicht nur Fleisch- und Fischgerichte.


Bild: (c) cokemomo / clipdealer.com

Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungstechnik)
12. Juni 2017



Herkunft

Traditionell stammt Gremolata aus der Lombardei im Norden Italiens. Die Bezeichnung leitet sich vom italienischen Wort gremolare ab, was übersetzt "hacken" heißt. Besonders bei Fleisch- und Schmorgerichten sorgt sie für das gewisse Etwas.

 

Drei Zutaten

Die traditionelle Gremolata besteht aus lediglich drei Zutaten: glatter Petersilie, Zitronenschale und Knoblauch. Die Zutaten werden fein gehackt und gut durchmischt.

Natürlich gibt es auch abgewandelte Rezepturen, die andere Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian oder auch Zitronenmelisse, Orangenschalen, Sardellen oder Parmesan enthalten. Dem Pesto nahe Varianten punkten zudem durch die Zugabe von Walnüssen.

 

Rezeptvorschlag

Für eine klassische Gremolata wird die Schale von zwei gewaschenen Zitronen fein gerieben. Dazu kommen vier klein gehackte Knoblauchzehen. Wer es gerne feiner mag, nimmt jungen Knoblauch. Zum Schluss wird ein großer Bund Petersilie ebenfalls zerkleinert und gut mit Zitrone und Knoblauch vermischt.

Um die Gremolata ein bisschen länger haltbar zu machen, kann sie in Olivenöl eingelegt werden.

 

Das schmeckt dazu

Das frisch-würzige Aroma der Gremolata passt ideal zu Fleisch und Fisch. Nicht wegzudenken ist sie bei Ossobucco alla milanese (Kalbshaxe Mailänder Art). Gern gegessen wird Gremolata zur sommerlichen Minestrone, zu Putenfleisch in Tomatensauce, zu Fisch aus dem Ofen oder auch zu Grillfleisch.

Damit die feinen Aromen erhalten bleiben, wird diese Würzmischung immer erst am Schluss der Garzeit oder kurz vor dem Servieren zugefügt.




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