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Ostern in Österreich

Das Osterfest steht für einen Neubeginn: die Auferstehung Christi sowie das Erwachen der Natur. Um dieses Fest gibt es auch in Österreich viele kulturelle und kulinarische Bräuche.


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Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
10. April 2017
Bild: (c) alein / clipdealer.com

Brauchtum

Das Brauchtum rund um Ostern beginnt in der Regel am Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag. Bei den unzähligen Prozessionen wird der Einzug Jesu in Jerusalem nachgestellt. Mancherorts ist auch ein Esel mit von der Partie, echt oder als Holzfigur.

Bei den Umzügen tragen die Teilnehmer "Palmbuschen"; das sind mit Bändern verzierte Sträuße aus immergrünen und Weidenzweigen. Diese Buschen werden geweiht und sollen dann das Unglück fernhalten.

Da die Kirchenglocken von Gründonnerstag bis zur Osternacht "nach Rom reisen", ersetzen im Lungau die sogenannten Ratscherbuam (Jungen, die Ratsche spielen) mit ihren Instrumenten das Glockengeläut.

In der Nacht zum Ostersonntag leuchten in vielen Gegenden die Osterfeuer. Ihr Ursprung reicht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Sie sind Zeichen für die Freude über die Auferstehung Christi und das neue Leben in der Natur. Oft sind es nicht einfach aufgeschichtete Holzstöße, sondern sorgsam gezimmerte Holzgerüste.

Kinder bekommen von ihren Paten sogenannte Gebildebrote, von Hand geformte Brote, in Kärnten ist es der Reindling, eine Art Gugelhupf, mit 2-Euro-Stücken dekoriert, die den Beschenkten Gesundheit und Glück bringen sollen.

 

Kulinarisches

Wer sich an die Traditionen hält, verzichtet in der Karwoche auf Fleisch und Süßes. Jetzt hat die Kärntner Nudel, eine fleischlos gefüllte Nudeltasche, Hochsaison. Die klassische Speise an Gründonnerstag ist Spinat mit Bratkartoffeln und Spiegelei. Im Lavanttal wird als letzte Fastenspeise vor der Osterjause ein "Erdäpfelgulasch" (Kartoffelgulasch) gegessen.

Am Ostersamstag zieht es in Kärnten viele Familien zur Fleischweihe in die Kirche. Traditionell werden die Lebensmittel, die an Ostern gegessen werden, in einem geflochtenen Korb, eingepackt in die mit Kreuzstichen verzierte Osterdecke, geschmückt mit einem Strauß Frühlingsblumen dort gesegnet. Osterschinken, Würste, Zunge, Ostereier, der Kärntner Reindling und Brot werden dann in fröhlicher Runde als Osterjause verspeist.




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