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Alte Obst- und Gemüsesorten – eine Renaissance

Braeburn, Gala Royal, Jonagold und Pink Lady – das sind die Apfelsorten, die den meisten Leuten ein Begriff sind. Doch es gibt eine viel größere Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten.


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Wiebke Strassemeyer

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
6. März 2017
Bild: (c) fotofritz / clipdealer.com

Gar nicht altbacken

Obst und Gemüse, die unsere Großeltern noch kannten: Meistens sind sie nicht perfekt geformt, haben eine dickere Schale und sind kleiner. Dafür glänzen sie mit außergewöhnlichen Namen wie Berlepsch, Alkmene, Teltower Rübchen oder Bamberger Krumbeere. Sie sind intensiver im Geschmack und bringen neue Farben auf den Tisch.

 

Große Geschmacksvielfalt und wertvolle Inhaltsstoffe

Es gibt sie in violett, orange, grün oder gelb: So vielfältig wie ihr Farbspektrum ist auch die Geschmacksvielfalt der Möhre. Diese reicht von bitter über nussig bis hin zu süß. Die uns hinlänglich bekannte Karotte schmeckt meist gleich und ist knackig orange. Sie hat sich gegenüber ihren Verwandten durchgesetzt, da sie den Durchschnittsgeschmack der Konsumenten trifft und sich mit ihrer genormten Form gut verarbeiten lässt.

Doch nicht nur der Geschmack der alten Sorten ist vielfältiger, sondern auch ihre Nährstoffzusammensetzung. So enthalten alte Apfelsorten beispielsweise einen höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Neben gesundheitsfördernden Effekten machen sie das Obst auch für Allergiker verträglicher.

 

Von Januar bis Dezember

Wir sind es gewohnt, Tomaten, Paprika und Zucchini auch im Winter zu genießen und exotisches Obst wie Mangos oder Kiwis in unseren Breitengraden erwerben zu können. Die heimische Sortenvielfalt ist dagegen selten in den Supermärkten erhältlich. Tausende verschiedener Apfelsorten gibt es, nur ein Bruchteil davon wird im Handel angeboten.

Verzichten müssen wir auf den heimischen Genuss jedoch nicht. Immer mehr Bioläden und Wochenmärkte nehmen die alten Sorten wieder in ihr Sortiment auf. Wenn Sie also das nächste Mal über den Markt schlendern, halten Sie doch mal Ausschau nach diesen vergessenen Leckerbissen!




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