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Ein ganz besonderes Ei

Eier können auf ganz unterschiedliche Weise zubereitet werden: Als Spiegelei, Rührei, Omelette oder hart gekocht. Eier sind auch Bestandteil vieler Gerichte. Doch was ist das Onsen-Ei?


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
15. Mai 2017
Bild: (c) paylessimages / clipdealer.com

Vielfältig einsetzbar

Das Hühnerei spielt als Nahrungsmittel schon seit vielen hundert Jahren eine bedeutende Rolle. Es ist sehr nahrhaft, enthält jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. die Vitamine A, D und E sowie wertvolles Eiweiß. Zudem ist es gut lagerfähig. Es kann gekocht, gebraten oder gebacken werden und wird für die Zubereitung von Kuchen, Aufläufen, Saucen oder Desserts verwendet.

 

Das perfekte Ei

Onsen ist die japanische Bezeichnung für eine heiße Quelle und bezieht sich eigentlich auf einen Ort, an dem heißes Quellwasser vorkommt. In Bezug auf die Küchenpraxis ist die Zubereitung in heißem Wasser gemeint. Das Onsen-Ei wird von Gourmets als das perfekte Ei beschrieben. Es bedarf etwa einer Stunde Garzeit bei einer Wassertemperatur zwischen 62 und 68 Grad. In diesem Temperaturbereich gerinnen Eiklar und Dotter ganz langsam, stocken aber nicht. Das Ergebnis ist ein Ei von cremiger, wachsweicher Textur. Um eine konstante Wassertemperatur aufrecht zu erhalten, empfiehlt es sich, ein Sous-Vide-Bad (Wasserbad mit Temperaturregler) zu nutzen.

 

Kreative Küche

Beim Servieren steht das Onsen-Ei natürlich im Vordergrund: Mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Fleur de Sel kommt der Eigengeschmack dieser zarten Köstlichkeit besonders gut zum Vorschein; dazu passt eine Scheibe Baguette. Wer es etwas aufwändiger mag, kann das Onsen-Ei auch auf einem mild gewürzten Spinatbett anrichten.

In der asiatischen Küche wird das cremige Ei auch als Topping auf einem Nudelgericht serviert. Als Suppeneinlage, als Bestandteil eines Hamburgers, im Salatbett oder als Beilage zum Fisch ist das Onsen-Ei ebenfalls ein guter Begleiter. Einige Spitzenköche servieren das perfekte Ei – in diesem Fall ausschließlich das Eigelb – in einer feinen Panade ausgebacken.




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