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Life changing bread – ein lebensveränderndes Brot?

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Ein Brot ohne Mehl, geht das? "Life Changing Bread" nennt sich der Trend, bei dem Brot – will man es so bezeichnen – ganz ohne seinen Hauptbestandteil auskommt.


Bild: (c) magdalenapaluchowska / clipdealer.com

Tabea Dorendorf

Master of Science (Ernährungswissenschaftlerin)
27. Februar 2017



Hintergrund

Seit einigen Jahren steht Weizenmehl – vor allem das enthaltene Gluten (Klebereiweiß) – stark in der Kritik. Gleichzeitig ist Brot ein beliebtes Lebensmittel. Viele Menschen suchen daher nach weizenfreien Alternativen.

 

Woraus besteht das Brot?

Es gibt kein einheitliches Rezept für "Life Changing Bread". Stattdessen kursieren verschiedene Varianten in Internetblogs und auf Webseiten. Allen gemein ist jedoch, dass Weizenmehl durch Hafer-, Buchweizen- oder Reisflocken, Nüsse (z. B. Haselnüsse), Samen (z. B. Leinsamen und Chiasamen) und/oder Kerne (z. B. Sonnenblumenkerne) ersetzt wird. Seinen Zusammenhalt erhält das Brot durch gequollene Flohsamenschalen.

 

Gehaltvoll und gesund

Schädliche gesundheitliche Einflüsse von Weizenmehl auf gesunde Menschen sind wissenschaftlich nicht belegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht hochwertiges Vollkornbrot als wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung an.

Dennoch ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht auch nichts gegen das "Life Changing Bread" einzuwenden. Es ist reich an Ballaststoffen, gesunden Fetten sowie wichtigen Mineralstoffen. Außerdem sättigt es langanhaltend und stellt somit eine gute Alternative zu herkömmlichen Brotsorten dar.

Zu beachten ist jedoch, dass das Gebäck durch den hohen Anteil an fetthaltigen Nüssen und Sämereien kalorienmäßig stärker zu Buche schlägt. Deshalb lieber in Maßen genießen.

 

Rezept

Probieren Sie das mehlfreie Brot doch einmal aus – am besten selbst gemacht. Sie brauchen:

  • 160 g Haferflocken (für eine völlig glutenfreie Variante: Reisflocken)
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Walnusskerne
  • 90 g Leinsamen
  • 50 g Haselnüsse
  • 40 g Kürbiskerne
  • 2 EL Chia-Samen
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Jodsalz
  • 1 EL Flüssighonig
  • 3 EL Rapsöl
  • 350 ml Wasser

Walnüsse kleinhacken, trockene Zutaten vermengen, nasse Zutaten separat vermischen. Anschließend alles zusammen verrühren, in eine Auflaufform geben und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Bei 180 Grad Celsius für 20 Minuten backen, danach aus der Form herausnehmen und weitere 30 Minuten backen. Nach dem Abkühlen in Scheiben schneiden und mit Frischkäse oder Butter genießen.




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