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Das Kreuz mit der Allergie: Pollen und Lebensmittel

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Wer allergisch auf Blütenpollen reagiert, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln ein Problem. Man spricht dann von einer pollenassoziierten Lebensmittelallergie (Kreuzallergie).


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Maren Pauli

Master of Science (Ernährungswissenschaftlerin)
17. April 2017



Was passiert?

Nach Genuss eines Apfels oder einer Tomate verspürt man ein Kribbeln auf der Zunge. In extremen Fällen kommt es zu einer Schwellung der Schleimhäute. Stark gewürzte Speisen können starkes Unwohlsein hervorrufen.

Ursächlich für diese und ähnliche Beschwerden kann eine Allergie sein, die als Folge einer bereits bestehenden Pollenallergie auftritt. Der Hintergrund: Aufgrund einer ähnlichen Allergenstruktur bestimmter Pollen und Lebensmittel ist das Immunsystem nicht in der Lage, zu unterscheiden. Es kommt zu einer Reaktion.

 

Zusammenhang

Die Kreuzallergie gehört zu den häufigsten im Erwachsenenalter auftretenden Lebensmittelallergien. Besonders betroffen sind Menschen, die eine bestehende Pollenallergie auf früh blühende Bäume und Sträucher, wie Birke, Erle und Hasel haben.

Ein Beispiel: Wer auf Birkenpollen mit Schnupfen reagiert, verträgt hauptsächlich Nüsse wie Haselnuss und einige Obstsorten aus der Familie der Rosengewächse nicht. Dazu gehören u.a. Apfel, Aprikose, Birne, Karotte, Kiwi, Pfirsich, Pflaume, Kirsche und Mandel.

Die Reaktionen sind sehr individuell, denn nicht alle Pollenallergiker reagieren auf die gleichen Lebensmittel. Zudem kann es sein, dass die Kreuzallergie nur während der Pollensaison auftritt. Die betroffenen Lebensmittel werden in der pollenfreien Jahreszeit gut vertragen.

 

Trotzdem genießen

Grundsätzlich gilt: Je naturbelassener das Lebensmittel ist, desto häufiger kann eine allergische Reaktion auftreten. So kann es z. B. sein, dass Apfelkompott besser vertragen wird als rohe Äpfel. Durch Schälen oder Erhitzen werden kritische Obst- und Gemüsesorten meist verträglicher. Dies muss individuell ausprobiert werden.

Ein Lebensmittel sollte also nicht komplett vom Speiseplan verbannt werden. Auch Sortenunterschiede können eine Rolle spielen. So sind zum Beispiel Apfelsorten wie "Gloster" und "Hammerstein" besser verträglich als neuere Sorten.




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