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Aprikosenkernöl – nicht nur gut für die Haut

Der Aprikosenbaum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) stammt vermutlich aus China. Nach Europa gelangten die Aprikosen um das Jahr 100 v. Chr. durch die Römer.


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Manuela Bier

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. Juli 2016
Bild: (c) Givaga / clipdealer.com

Die Herkunft

Heute sind die Bäume mit den schönen Blüten weit verbreitet: von der gemäßigten bis zur subtropischen Klimazone findet sich die Aprikose. In Europa gelten ihre Früchte als sinnlich und wurden lange für Aphrodisiaka gehalten. In China hat die Aprikose eine ähnliche Bedeutung. Dort ist sie das Symbol für ein junges Mädchen.

 

Das Öl

Aprikosenkernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl. Die Mandeln – der innere, weiche Teil der Aprikosenkerne – besitzen einen hohen Anteil an wertvollen pflanzlichen Ölen. Sie werden durch Kaltpressung gewonnen und haben eine ähnliche Zusammensetzung wie Mandelöl. Dies ist nicht verblüffend, wenn man bedenkt, dass die beiden Bäume eng miteinander verwandt sind.

Das Öl besteht zu etwa 65 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Und auch wegen seines hohen Gehaltes an Vitamin E, B-Vitaminen und essenziellen Fettsäuren gilt es als äußerst hochwertig.

 

Die Verwendung

Aprikosenkernöl dient als universell einsetzbares Basisöl, das auch von empfindlicher Haut gut vertragen wird. Durch seine Milde ist es ein ideales Öl für die Babypflege und kann auch pur (z. B. als Make-up-Entferner) angewendet werden. Aprikosenöl wirkt glättend, besänftigend und zieht sehr gut ein. Es ist für alle Hauttypen geeignet und als raffiniertes Öl etwa sechs Monate haltbar.

Neben der kosmetischen Verwendung wird es auch als feines Speiseöl sehr geschätzt. Dann stammt es nicht aus den bitteren Kernen von Wildaprikosen, sondern aus dem Innern der Süßaprikosen. Deren Kerne enthalten etwa 40 bis 50 Prozent hellgelbes, mild und marzipanähnlich duftendes Öl. Wegen dieses Aromas dient es als Beigabe zu Süßspeisen und Backwerk.



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