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Postelein – winterharte Salat- und Gemüsepflanze

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Postelein ist eine einjährige rosettenbildende Pflanze, deren fleischige Blätter und Stängel als Salat und Wintergemüse roh oder gekocht gegessen werden können.


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Carmen Menn

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin)
18. Januar 2016



Eine Pflanze mit vielen Namen

Der botanisch korrekte Name von Postelein ist "Gewöhnliches Tellerkraut" (Claytonia perfoliata). Jedoch tauchen im allgemeinen Sprachgebrauch eher andere Namen auf. So findet man das Tellerkraut im Handel meist unter den Bezeichnungen Postelein, Winterportulak oder Kuba-Spinat.

Von November bis März ist Saison, dann gibt es junge Postelein-Blätter und -Blüten vor allem in Bioläden, auf Wochenmärkten oder in Hofläden. Das Wintergemüse, das vorwiegend in Gewächshäusern angebaut wird, ist reich an Vitamin C, Kalium, Calcium und Eisen und hat geringe Nitratgehalte.

 

In der Küche

Wer Postelein als Salat zubereiten möchte, sollte dafür die jungen zarten Blätter und Stängel benutzen. Postelein-Blätter schmecken ähnlich wie Feldsalat. Sie harmonieren gut mit einem süßlichen Salat-Dressing, Nüssen oder Äpfeln. Die weißen Blüten eignen sich als essbare Dekoration. Lecker schmecken die rohen Blätter auch auf einem belegten Brot, in Kräuterbutter oder als Zutat im Kräuterquark.

Die älteren Postelein-Blätter sind weniger zart, weshalb sie besser kurz blanchiert zum Einsatz kommen sollten. Erwärmt erinnert der Geschmack von Postelein an Spinat. Als Beilage harmoniert das Wintergemüse gut mit Nudeln, ergänzt asiatische Gemüsepfannen oder überrascht als ausgefallene Hauptzutat in einer grünen Rahm-Suppe.

 

Im Garten oder auf dem Balkon

Wer Postelein selbst anbauen möchte, kann dies sehr gut im eigenen Garten oder im Blumentopf auf dem Balkon machen, denn die Pflanze hegt geringe Ansprüche an Boden und Klima. Postelein-Pflanzen sind winterhart, sie halten Temperaturen von bis zu minus 20 Grad aus.

Das Saatgut gibt es in Gärtnereien und im Samenfachhandel. Ab Anfang September bis in den März hinein, wenn die Temperaturen unter 12 Grad betragen, kann die Aussaat erfolgen. Die erste Ernte ist bereits nach sechs Wochen möglich. Die abgeschnittenen Blätter wachsen übrigens nach, man kann also bis zu drei Mal pro Pflanze ernten.




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