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Ysop – gesunder Lippenblütler

Der Ysop ist ein naher Verwandter von Lavendel, Thymian, Salbei und Rosmarin. Er ist hierzulande vor allem als Würzkraut bekannt, zählt jedoch zu den gesündesten Kräutern überhaupt. Durch sein sehr würziges Aroma wird Ysop volkstümlich auch Essigkraut genannt. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Rosmarin, Salbei, Minze und Rauke.


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Cordula Siefke

Bachelor of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
15. Juni 2015
Bild: (c) Annamartha / pixelio.de

Historie und Herkunft

Ysop hat eine lange Tradition als Küchen- und Heilkraut. Bereits im Alten Testament wird er erwähnt: "[...] Ysop, der aus der Mauer wächst". Auch findet er Nennung im Kontext der Reinigung.

Der Ursprung des Essigkrauts liegt in Nordafrika, Mittel- und Vorderasien. Auch in Mittel-, Ost- und Südeuropa wächst das Kraut seit Jahrhunderten wild in der Natur. Im Mittelalter brachten Mönche die Pflanze von ihren Reisen in den Alpen mit und verzierten damit die Klostergärten.

 

Wohltuende Wirkung

Durch den hohen Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen ist Ysop unter den Naturheilkundigen sehr beliebt. Ihm wird zudem eine umfangreiche Wirksamkeit gegen vielerlei Beschwerden nachgesagt. Beispielsweise wirkt das Kraut appetitanregend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, krampflösend und harntreibend. In der Naturmedizin ist Ysop das Erkältungsmittel erster Wahl. Es lindert zudem Halsschmerzen und ernstere Erkrankungen der Atemwege.

Doch Achtung, eine zu hohe Dosis kann schädlich sein. Auch Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sollten auf Essigkraut verzichten.

 

Einkauf und Zubereitung

Die Sammelzeit für Ysop ist von Juni bis August. Auch auf Wochenmärkten können Sie ihn teilweise frisch kaufen. Getrocknet ist das Kraut in Reformhäusern und Apotheken erhältlich. Ysop eignet sich als Würze für viele verschiedene Speisen, egal ob Fleisch, Gemüsegerichte, Salate oder Suppen. Besonders beliebt ist Ysop in Kartoffelsuppen und Schmorgerichten wie Rouladen oder Gulasch. Als herber Kontrast kann Ysop auch Pfirsichkompott oder Aprikosenkuchen zugegeben werden.




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