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Nachhaltige Ernährung – Was steckt dahinter?

Der Begriff "Nachhaltige Ernährung" ist in aller Munde und wiederkehrendes Thema in den Medien. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit im Hinblick auf unsere Essgewohheiten?


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Luise Schumann

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
22. Juli 2013
Bild: (c) elenathewise / clipdealer.com

Nachhaltige Entwicklung

Unter Nachhaltiger Entwicklung versteht man eine gesellschaftliche Entwicklung, bei der die Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden. Entscheidend sind dabei die soziale Gleichberechtigung sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und den vorhandenen Ressourcen. Die Nachhaltige Ernährung ist deshalb nur ein Bereich der Nachhaltigen Entwicklung.

 

Vier Dimensionen nachhaltiger Ernährung

Um die Nachhaltigkeit eines Lebensmittels oder einer Ernährungsweise zu beurteilen, werden vier Dimensionen betrachtet. Durch ihre zahlreichen Einflussfaktoren sind diese eng miteinander verwoben und überschneiden sich teilweise.

  • Ökologische Dimension/Umweltverträglichkeit: Wieviele Treibhausgase werden bei der Produktion eines Lebensmittels freigesetzt? Welche Pflanzenschutzmittel werden verwendet?
  • Ökonomische Dimension/Wirtschaftsverträglichkeit: Werden die Erzeuger fair entlohnt? Welche Import- und Exportverhältnisse bestehen?
  • Soziale Dimension/Sozialverträglichkeit: Wie sind die Arbeits- und Lebensbedingungen der Erzeuger? Kann Kinderarbeit ausgeschlossen werden?
  • Gesundheitliche Dimension/Gesundheitsverträglichkeit: Wie beeinflusst meine Ernährung die globale Hungersituation? Wie wirkt meine Ernährung auf meinen Körper und die Entstehung ernährungsabhängiger Erkrankungen?

 

Sieben Grundsätze

Um die Umsetzung einer nachhaltigen Ernährung zu erleichtern, wurden sieben Grundsätze erstellt, die als Handlungsempfehlung für eine nachhaltige Lebensmittelauswahl dienen:

  • Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel
  • Ökologisch erzeugte Lebensmittel
  • Regionale und saisonale Erzeugnisse
  • Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel – reichlich Frischkost
  • Umweltverträglich verpackte Produkte
  • Fair gehandelte Lebensmittel
  • Genussvolle und bekömmliche Speisen

Es ist also gar nicht so schwierig, die eigene Ernährung Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten und so der Umwelt, den Mitmenschen und sich selbst etwas Gutes zu tun.

 




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