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Speisealgen – Gemüse aus dem Meer

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In Asien haben Algen eine lange Tradition als wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung; in Europa gelten sie dagegen immer noch als Nischenprodukt. Dabei sind Algen mehr als nur Hüllen für Sushi-Rollen.


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Luise Schumann

Master of Science (Ernährungswissenschaftlerin)
11. Februar 2013



Ein unterschätztes Lebensmittel

Lange Zeit wurden in Deutschland vor allem einzelne Bestandteile von Algen als Zusatzstoffe in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Agar, Alginat und Carrageen sind häufige Stabilisatoren und Bindemittel für Puddings, Eiscreme und auch Frischkäse.

Doch durch die Verbreitung von Sushi-Restaurants kommt auch das Originalprodukt selbst wieder vermehrt zum Einsatz. Dabei wird die Speisealge als wohlschmeckendes, vollwertiges Lebensmittel jedoch unterschätzt, denn der Verwendung in der Küche sind keine Grenzen gesetzt.

 

Große Auswahl

Es gibt zahlreiche Algensorten, von denen mehr als 500 als essbar gelten. Es werden Rot-, Braun- und Grünalgen unterschieden. Diese variieren vor allem in Form, Farbe und Geschmack. Es gibt milde, leicht süßliche Sorten, wie die Arame, aber auch würzige Typen mit einem starken Aroma, wie die Wakame.

Alle können in verschiedensten Formen verarbeitet und gegessen werden. Roh verfeinern sie Salate. Getrocknet und zerkleinert sind sie ein beliebtes Würzmittel für Suppen und Eintöpfe. Im asiatischen Lebensmittelladen werden sie vor allem in getrockneter Form verkauft. Nach einem kurzen Einweichen können sie gekocht, angebraten oder frittiert werden und eignen sich als schmackhafte Beilage zu Fisch und Gemüsegerichten.

 

Nährstoffgehalt

Algen sind jedoch nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Neben Fisch sind sie eine wichtige Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die für Sehvermögen und Konzentrationsfähigkeit gebraucht werden. Außerdem liefern Algen Folsäure, Vitamin B12, Eisen, Selen, Calcium und Kalium. Sie enthalten zum Teil auch sehr hohe Mengen des Spurenelements Jod. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Jodgehalt 20 mg je kg Trockengewicht nicht übersteigt. Dann sind Algen eine empfehlenswerte Zutat für einen abwechslungsreichen Speiseplan.




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