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Lorbeer – die exquisite Würze

Laurus nobilis: Ob als attraktive Kübelpflanze oder kulinarische Zugabe – Lorbeer ist ausgesprochen edel und vielseitig. In der Antike bekränzte er Sieger, Helden und Herrscher.


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
5. September 2011
Bild: (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Ehre, wem Ehre gebührt

In der Antike trugen Herrscher, Helden und Olympioniken Kränze aus den glänzenden, ledrigen Lorbeerblättern als Ausdruck ihres Ruhms und Ansehens. Dieser Brauch setzte sich bis ins Mittelalter und die Renaissance fort, doch wurden jetzt Dichter und Schriftsteller damit geehrt.

In Titeln lebt die Auszeichnung mit Lorbeer noch im Namen weiter. Baccaurea ist die lateinische Bezeichnung für Lorbeer. Davon leitet sich der akademische "Bachelor" ab.

Und schon gewusst? Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland. Sie wird vom Bundespräsidenten überreicht.

 

Die richtige Dosis

Ob Béchamel-, Wild- oder Tomatensauce – Lorbeerblätter verleihen vielen Gerichten eine intensive Würze. Sie verströmen ihr Aroma langsam, deshalb sind sie ideal für Brühen, Suppen, gekochtes bzw. geschmortes Fleisch und Marinaden. Zudem verfeinern sie eingelegte Gurken, Heringe, Fischragouts, Reis, Linsen und Gemüse. Auf Grillspießen aufgesteckt geben sie Fleischstücken ein kräftiges Aroma. Für ein Gericht für vier Personen reichen ein bis zwei Blätter. Wichtig: Vor dem Servieren immer entfernen. Am besten in einem luftdichten Gefäß lagern.

Aufgepasst – echten Lorbeer nicht mit Kirschlorbeer verwechseln, der giftige Blätter hat.

Lorbeer weist ein leicht süßes Balsamaroma auf, wobei ein Hauch Muskat, Kampfer und Zitrone mitschwingt. Frisch schmecken die Blätter etwas bitter. Innerhalb von ein bis zwei Tagen verliert sich die Bitterkeit, daher frische Lorbeerblätter immer kurz – im Dunkeln – trocknen lassen. Lorbeerblätter enthalten ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, wirken appetitanregend und helfen bei Verdauungsbeschwerden. Aus den Beeren lässt sich grünliches, salbenartiges Öl gewinnen, das in der Medizin zum Einreiben, etwa bei Zerrungen, Verwendung findet.




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