Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol

Namentlich geschützt: Spreewaldgurken

Der Name "Spreewaldgurke" ist eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.), die für eine eingelegte Gurke aus Brandenburg steht.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol

Ellen Ewen

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
13. November 2017
Bild: (c) fanfo / clipdealer.com

Gute Wachstumsbedingungen

Diese Art sauer eingelegter Gurken stammt aus dem Spreewald, wo sie auf feucht-dunklem und humusreichem Boden wächst. Neben den klimatischen Besonderheiten benötigt sie zudem gute Sonnenbestrahlung. Ihren besonderen Geschmack erlangen Spreewaldgurken durch die authentische Verarbeitungsform – und nicht zu vergessen durch eine spezielle Gewürz- und Kräutermischung.

Um dem Siegel "geschützte geographische Angabe" gerecht zu werden und den Namen "Spreewaldgurke" tragen zu dürfen, muss die Verarbeitung im Wirtschaftsraum Spreewald erfolgen und 70 Prozent der verwendeten Gurken müssen dort erzeugt worden sein. So hat es die Europäische Kommission bereits 1999 verordnet.

 

Geschmacksrichtungen

Im Gegensatz zu dem früher mehrere Wochen andauernden Gärungsprozess wird heutzutage nur noch ein Tag benötigt, bis die Spreewaldgurke für den Handel fertig ist. Erhältlich ist sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Gewürzgurken, Pfeffergurken oder Senfgurken, die zur Haltbarmachung stets in Essig eingelegt sind.

 

Fakten rund um die Gurke

Die Gurkensamen sollen ursprünglich im 16. Jahrhundert von flämischen Tuchmachern in den Spreewald gebracht worden sein.

Spreewaldgurken waren unter den wenigen DDR-Produkten, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands ohne Pause erhältlich waren. Erwähnung findet das prominente Kürbisgewächs auch in den Reiseberichten Theodor Fontanes, Wanderungen durch die Mark Brandenburg.

Schon zu dessen Zeit waren die Gurken Exportschlager. Die internationale Beliebtheit scheint bis heute ungebrochen. So sollen beispielsweise die arabischen Golfstaaten das eingelegte Gemüse als erfrischenden Snack schätzen.




Bildquellen von oben nach unten: (c) fanfo / clipdealer.com, (c) rezkrr / clipdealer.com, (c) miekevl / clipdealer.com, (c) w.r.wagner / pixelio.de, (c) Rainer Sturm / pixelio.de, (c) torsakarin / clipdealer.com, (c) baibakova / clipdealer.com, (c) fanfo / clipdealer.com