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Pulled Pork – hohe Grillkunst

Pulled Pork ist der Name für ein besonders zartes Schweinefleisch, das bei extrem langer Garzeit und relativ niedriger Temperatur zubereitet wird. In den USA ein Barbecue-Klassiker, hält es nun auch bei uns Einzug in die Küche der Feinschmecker.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
15. Mai 2017
Bild: (c) myviewpoint / clipdealer.com

Fleisch im Mittelpunkt

In Amerika hat das Barbecue einen sehr hohen Stellenwert. Besonders im Norden des Landes werden Spare Ribs, Beef Brisket (in heißem Rauch gegarte Rinderbrust) und Pulled Pork als die "Heilige Dreifaltigkeit des Barbecue" bezeichnet. Auch hierzulande gilt die Zubereitung von Pulled Pork als die Königsdisziplin beim Grillen.

 

Bedeutung des Namens

Als Fleisch eignen sich Schweinenacken oder Schweineschulter, in jedem Fall sollte es von einer schönen Marmorierung durchzogen sein. Für einen besonders guten Geschmack ist es ratsam, das Fleisch 24 Stunden vor der Verarbeitung mit einer trockenen Marinade, dem sogenannten Rub, einzureiben. Mit Senf haftet die Marinade noch besser. Gegart wird im Niedrigtemperatur-Verfahren über einen Zeitraum von acht bis zwölf Stunden. Das Fleisch kann sowohl auf einem verschließbaren Grill als auch im Backofen zubereitet werden.

Durch die relativ niedrige Temperatur (80 bis 110 Grad) schmilzt das Fett in den Fasern des Fleisches und tropft heraus, so dass im Endprodukt nur noch feinstes Fleisch enthalten ist. Etwa jede Stunde sollte das Fleisch mit der Marinade und dem austretenden Fleischsaft übergossen werden.

Pull bedeutet im englischen Sprachraum "ziehen" und beschreibt demnach genauestens die Handhabung mit dem Fleischstück. Es ist von so zarter Textur, dass es sich mit zwei Gabeln ganz leicht auseinander ziehen lässt. Vor dem Servieren werden die Fleischstücke miteinander vermengt, so dass sich die Marinade gut verteilt.

 

Es ist angerichtet

Pulled Pork eignet sich sehr gut zum Befüllen von Hamburgerbrötchen, zusammen mit einer Barbecue Sauce und knackigem Blattsalat. Dazu passt sehr gut Coleslaw, ein Krautsalat, der mit Mayonnaise angemacht wird. Aber auch als Beilage zu Backofenkartoffeln, einem bunten Salat oder eingerollt in einen Wrap ist dieses zarte Fleisch immer eine Köstlichkeit.




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