Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Kurkuma: sonnengelb & wärmend

Vor 4000 Jahren wurde Kurkuma erstmals im Kontext von Würz- und Heilmitteln erwähnt. Lange Zeit stellte es nur einen Bestandteil von Gewürzmischungen dar. Jetzt kommt seine besondere Wirkkraft auch autark zum Vorschein.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Sara Niederberger

Bachelor of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
5. Dezember 2016
Bild: (c) areeya / clipdealer.com

Botanik und Herkunft

Kurkuma zählt zur Familie der Ingwergewächse. Die Verwandtschaft der beiden Gewürze wird deutlich, wenn man das Rhizom (den Erdspross) betrachtet: Die Wurzeln von Ingwer und Kurkuma sind sich optisch sehr ähnlich. "Gelber Ingwer" kursiert als alternative Bezeichnung – die tiefgelbe Farbe ist besonders charakteristisch für Kurkuma. Die Pflanze selbst kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen und bildet Blüten in Pink und Weiß aus. Ursprünglich stammt Kurkuma aus Südasien.

 

Wirkung und Inhaltsstoffe

Für die Küche wie auch für die Heilkunde ist vor allem die Knolle interessant. Kurkuma zeichnet sich durch eine Fülle an Inhaltsstoffen aus. Ätherische Öle treffen auf Kurkuminoide, welche für die gelbe Färbung verantwortlich sind. Diese wirken nachweislich entzündungshemmend und antioxidativ. Weiterhin enthält Kurkuma die Vitamine A, C und E. B-Vitamine sowie einige Mineralstoffe, z. B. Calcium, Eisen, Kalium, Selen und Zink, zählen auch dazu.

Kurkuma regt die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit an. Außerdem wirkt die Knolle positiv auf die Knochensubstanz, indem sie knochenabbauende Zellen hemmt.

 

In der Küche

Kurkuma ist häufig Bestandteil von kombinierten Gewürzen: Currys, Asia- oder Kräutersalzgewürzmischungen. Oft kommt es gemeinsam mit Ingwer zum Einsatz. Da Kurkuma fettlöslich ist, wird es gerne zusammen mit Öl verwendet. Das Gewürz ist besonders schmackhaft zu verschiedenen Reisgerichten und Gemüsesorten wie Karotten, Lauch und Zucchini.

Übrigens: In Kombination mit schwarzem Pfeffer kann das volle Potential von Kurkuma ausgeschöpft werden, da das dort enthaltene Piperin die Bioverfügbarkeit von Kurkuma erhöht.




Bildquellen von oben nach unten: (c) areeya / clipdealer.com, (c) profotokris / clipdealer.com, (c) olenka / clipdealer.com, (c) margouillat / clipdealer.com, (c) maewshooter / clipdealer.com, (c) miradrozdowski / clipdealer.com, (c) torsakarin / clipdealer.com, (c) torsakarin / clipdealer.com, (c) baibakova / clipdealer.com, (c) fanfo / clipdealer.com