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Goldbraun und knusprig: Reibekuchen

Die flachen, kross in Fett ausgebackenen Küchlein aus geriebenen, rohen Kartoffeln und Ei sind beliebt auf Festen, in Restaurants oder beim Partybuffet.


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Carmen Menn

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. September 2017
Bild: (c) detailfoto / clipdealer.com

In vielen Ländern

Rezepte für in Fett gebackene Kartoffelpuffer findet man in vielen regionalen und nationalen Kochbüchern. Das einfache Gericht wird traditionell in osteuropäischen Ländern, in Luxemburg, Deutschland und Österreich zubereitet. Je nach Region hat der Reibekuchen einen eigenen Namen und eine traditionelle Zubereitungsart. So heißt er in der Kölner Umgebung Rievkoche, in Bayern Reiberdatschi und in Norddeutschland Kartoffelpuffer.

 

Sehr variabel

Zur Herstellung von Reibekuchen benutzt man am besten festkochende Kartoffelsorten wie Cilena, Belana, Nicola oder Gala. Die rohen, geschälten Kartoffeln in feine Streifen reiben und in einem Tuch ausdrücken. Damit die Kartoffelmasse beim Ausbacken im Fett nicht auseinanderbricht, gehören in den Reibekuchenteig zusätzlich Eier und bei Bedarf etwas Mehl. Mit Salz und Muskat gewürzt wird die Masse zu kleinen, dünnen Fladen verarbeitet und in reichlich heißem Fett auf beiden Seiten hellbraun gebacken. Vor dem Essen das Fett abtropfen lassen oder mit einem Papiertuch abtupfen.

Der Teig lässt sich wunderbar variieren mit Kräutern, Speck, Zwiebeln, Käse oder Obst. Wer ein Waffeleisen besitzt, kann Reibekuchen auch fettsparend im Waffeleisen backen.

 

Süß oder herzhaft

Die krossen Reibekuchen schmecken mit zahlreichen Beilagen. Auf Jahrmärkten gibt es sie meist in der süßen Variante mit Apfelmus. Alternativ bieten sich Rübensirup, Pflaumenmus oder Preiselbeerkonfitüre an.

Restaurants offerieren Reibekuchen oft in der herzhaften Variante, beispielsweise mit Räucherlachs und Sauerrahm, mit Blutwurst, Schwarzbrot oder mit einem Salat. Für Partys sind Reibekuchen als Fingerfood gut geeignet: als "Mini-Puffer" lassen sie sich dekorativ mit Lachs, Kräuterquark oder Sahnemeerrettich belegen.




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