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Zucker? Stevia? Erythrit?

Immer mehr Alternativen zu "klassischem" Zucker kommen auf den Markt. Neben Stevia ist Erythrit voll im Trend. Zu Recht?


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Manuela Marin

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
2. Mai 2016
Bild: (c) tycoon751 / clipdealer.com

Süß ist von Geburt an die beliebteste Geschmacksrichtung des Menschen – kein Wunder, dass in Deutschland der jährliche Zuckerverbrauch bei 35 Kilogramm pro Kopf und Jahr liegt. Da Zucker jedoch auch für Kalorien und Karies steht, ist die Suche nach Alternativen verlockend.

 

Hefen machen´s möglich

Erythrit ist ein Zuckeralkohol. Er kommt zwar in natürlichen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse oder Käse vor; für die industrielle Erzeugung werden jedoch Hefen eingesetzt, die Traubenzucker zu dem Zuckerersatz umwandeln. Erythrit eignet sich nicht nur zum Süßen, sondern auch zum Backen: die Süßkraft liegt im Vergleich zu Zucker bei etwa 70 Prozent. Im Handel findet man Erythrit unter verschiedensten Bezeichnungen wie Erylite, Sukrin, Erythritol, Neue Süße, Sucolin, Xucker Light oder auch sweetERY. Auch E 968 steht für diesen Zuckeraustauschstoff. In der Europäischen Union gehört er zu den zulassungspflichtigen Zusatzstoffen, genau wie Sorbit, Xylit und Stevia.

 

Faktencheck: Vor- und Nachteile

Erythrit hat so gut wie keine Kalorien, schont die Zähne und lässt auch den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen. Allerdings wirkt er in größeren Mengen abführend – und diese sind bei völligem Ersatz von Zucker schnell erreicht. Insbesondere bei Kindern kann Durchfall auftreten. Darüber hinaus sind Langzeitwirkungen eines regelmäßigen Konsums bisher nicht untersucht.

 

Empfehlung

Statt Zucker künstlich zu ersetzen, sollten wir eher sparsam mit ihm umgehen. Am besten ist es, Nahrungsmittel in ihrer natürlichen Form zu genießen: Zum Beispiel benötigen die meisten Früchte (wie Erdbeeren oder Kirschen) keine Zuckerzugabe. Kaffee oder Tee schmecken auch weniger süß. Und bevorzugen Sie Fruchtsäfte (die Sie mit Wasser verdünnt als Schorle genießen) statt Fruchtnektar (der meist industriell mit Zucker gesüßt wird).

Nach nur kurzer Umgewöhnung werden Sie merken, dass Ihnen weniger Süße schmeckt, zumal so die natürlichen Aromen besser zur Wirkung kommen können. Und: leckere natürliche Alternativen zum Zucker sind Honig oder Dicksaft.




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