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Anthocyane – wertvolle Wirkstoffe aus der Natur

Anthocyane sind wasserlösliche Farbstoffe mit einem umfangreichen gesundheitsförderlichen Spektrum. Sie verleihen Früchten und Blüten die Farben Rot, Violett, Blau oder Blauschwarz. Chemisch gesehen sind die Anthocyane der Gruppe der Flavonoide zuzuordnen und gehören somit zu den sekundären Pflanzenstoffen.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
18. Januar 2016
Bild: (c) anitasstudio / clipdealer.com

Reich an Anthocyanen

Früchte wie Brombeeren, Kirschen, Aroniabeeren, Heidelbeeren, Pflaumen, schwarze Johannisbeeren, dunkle Trauben oder Holunderbeeren weisen einen hohen Anthocyan-Gehalt auf. Die größte Menge befindet sich meist in den Schalen dieser Früchte. Aber auch in einigen Gemüsesorten ist der gesundheitsförderliche Wirkstoff enthalten: Aubergine, Rotkohl oder Rote Bete seien hier als Beispiele genannt. Den Pflanzen selbst dienen die Anthocyane als Abwehrstoffe.

 

Bunte Lebensmittelvielfalt

Industriell werden Anthocyane zur natürlichen Färbung von Lebensmitteln verwendet. Sie müssen als Lebensmittelzusatzstoffe gekennzeichnet werden, unterliegen aber nicht einer Höchstmengenbeschränkung. Daraus lässt sich schließen, dass auch der Genuss größerer Mengen gesundheitlich unbedenklich ist.

Aufgrund ihrer Farbstabilität in sauren Lebensmitteln werden sie zur Farbintensivierung von Süßwaren, Marmeladen, Konfitüren, Speiseeis, Obstkonserven oder in der Backwarenindustrie eingesetzt. Allerdings sind sie leicht wasserlöslich sowie licht- und temperaturempfindlich und müssen daher besonders vorsichtig verarbeitet werden.

 

Nutzen

Wie für alle sekundären Pflanzenstoffe charakteristisch, weisen auch die Anthocyane eine hohe antioxidative Wirkung auf, da sie freie Radikale auffangen können. Darüber hinaus wird ihnen nachgesagt, dass sie entzündungshemmend wirken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und vor Gefäßschädigungen schützen.




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