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Soba – japanische Buchweizennudeln

Die japanische Küche findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Neben Sushi, das in den letzten Jahren die Herzen und Mägen erobert hat, gibt es auch andere japanische Spezialitäten wie Soba, die japanischen Buchweizennudeln.


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Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
15. Februar 2016
Bild: (c) sil007 / clipdealer.com

Herstellung

Soba werden aus Buchweizenmehl hergestellt. Sie haben eine typische braun-graue Farbe und einen ganz eigenen Geschmack. Buchweizenmehl und Wasser werden zu einem glatten Teig geknetet, ausgerollt und in lange, Spaghetti-ähnliche Nudeln geschnitten. Zu kaufen gibt es Soba auch als getrocknete Nudeln; die wahren Liebhaber aber stellen ihre Buchweizennudeln selbst her. Entscheidend für Qualität und Geschmack ist die Güteklasse des verwendeten Mehls.

 

Lautes Essen erwünscht

Gegessen werden Soba-Nudeln, je nach Jahreszeit, warm oder kalt. Die Nudeln werden in einem Extraschälchen, dem Owan, zusammen mit einer Würzbrühe serviert. Die Soba werden mit Essstäbchen in die Brühe, die ebenfalls warm oder kalt sein kann, getunkt und gegessen. Damit man den besonderen Geschmack und die spezielle Konsistenz der Nudeln genießen kann, werden die Soba geschlürft – gerne auch geräuschvoll. Nur so bleibt genau die Saucenmenge an den Nudeln haften, die nötig ist. Wer Soba "lautlos" isst, steht schnell im Verdacht, dass es ihm nicht schmeckt.

 

Geschichtliches

Soba gibt es in Japan seit Ende des 16. Jahrhunderts in der Region des heutigen Tokio. Von dort haben sie sich über ganz Japan verbreitet. Traditionell gibt es Toshikoshi Soba am Silvesterabend. Die Soba "zum Übergang in das neue Jahr" symbolisieren durch ihre Länge ein langes Leben.

 

Das passt dazu

Eine der am meisten verbreiteten Varianten, die Kake Soba, enthält Dashi (Brühe), Mirin (Reiswein) und Shoyu (japanische Sojasauce). Zum Verfeinern werden Wasabi oder Ingwer verwendet. Als Beilagen werden beispielsweise frittierter Tofu, Garnelen oder auch rohes Ei gereicht.

Und: Das Nudelwasser wird nicht weggeschüttet, sondern am Ende des Essens mit der übrigen Brühe gemischt und getrunken.




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