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Feines wiederentdeckt: Knollenziest

Knollenziest – einst auch als Stachys bekannt – schmeckt angenehm nach Schwarzwurzel und Artischocke und lässt sich prima kurzbraten.


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Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
23. März 2015
Bild: (c) picturepartners / clipdealer.com

Asiatisches Wurzelgemüse

Chinesische Artischocke ist eine andere Bezeichnung für Knollenziest; der Name ist sicherlich seiner Herkunft aus dem nördlichen China geschuldet. Von dort ging die Wanderung vermutlich weiter nach Japan, daher auch ein weiterer Name: Japanische Kartoffel.

Um 1887 herum gelangte der Knollenziest zunächst nach Frankreich. Dort wird er bis heute in kleinen Mengen angebaut und in der feinen französischen Küche geschätzt. Die Hauptanbaugebiete des Ziestes sind jedoch China und Indien. In Deutschland ist er nur selten auf Märkten erhältlich.

 

Anbau auch für Anfänger

Der Anbau ist einfach und im heimischen Nutzgarten möglich. Knollenziest mag nahrhaften feuchten Lehmboden und verträgt auch Schatten. Starke Temperaturschwankungen und Trockenheit werden von ihm schlecht toleriert. Das Einsetzen der Knollen erfolgt im Frühjahr, die Ernte beginnt, wenn im Spätsommer die Temperaturen sinken und das Laub der taubnesselähnlichen Pflanze zu welken beginnt. Sie kann bis Ende Januar erfolgen.

Die zarten weißen Knöllchen von zwei bis sechs Zentimetern Länge erhalten durch Wachstumsschübe ihre charakteristischen Einschnürungen. Sie müssen vorsichtig geerntet werden, damit ihre Haut nicht verletzt und unansehnlich wird.

 

Roh oder gekocht

Knollenziest lässt sich in Sand lagern oder kühl einmieten. Am besten schmeckt er jedoch, wenn er bei Bedarf direkt aus der Erde geerntet wird. Vor der weiteren Verwendung muss er lediglich gründlich mit Wasser abgespült werden. Knollenziest macht sich gut roh im Salat. Sehr fein schmeckt er auch einfach in Butter angebraten mit einer Spur Knoblauch.




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