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Leipziger Allerlei – eine fast vergessene Delikatesse

Leipziger Allerlei ist ein buntes Gemüsegericht, das als Hauptmahlzeit und Beilage serviert werden kann. Durch die feinen ausgewählten Zutaten handelt es sich um eine sehr delikate Speise.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
16. März 2015
Bild: (c) artono9 / clipdealer.com

Legende um das Gericht

Der Name "Allerlei" lässt nicht unbedingt eine Delikatesse vermuten. Dennoch enthält das Gericht einige kostbare Bestandteile wie Spargel, Morcheln und Krebsfleisch. Einer Legende zufolge entstand das Leipziger Allerlei zu Beginn des 19. Jahrhunderts, um die damals reiche Stadt vor Steuereintreibern und Bettlern zu schützen. Demnach wurde ein großer Topf mit Gemüse zubereitet und darin die feineren Bestandteile "versteckt". Leute von außerhalb, die nach einer Mahlzeit fragten, bekamen lediglich das Gemüse serviert. Man wollte demonstrieren, dass in dieser Stadt kein Geld zu holen war.

 

Erlesene Zutaten

Das Original-Rezept enthält viel junges und knackiges Gemüse wie Erbsen, Möhren, grüne Bohnen, Blumenkohl und Kohlrabi. Darüber hinaus gehören frischer Spargel, aromatische Morcheln, Flusskrebse, Krebsbutter und luftig zubereitete Semmelklößchen zu den Zutaten.

An diesen ausgewählten Bestandteilen ist schnell zu erkennen, dass das Gericht nichts mit der häufig im Tiefkühlregal zu findenden Gemüsemischung zu tun hat, die unter demselben Namen angeboten wird.

 

Die Zusammenstellung

Um den Eigengeschmack der einzelnen Bestandteile besonders hervorzuheben, wurde ursprünglich jedes Gemüse einzeln gegart. Mit Krebsbutter, Mehl und der Gemüsebrühe wird eine Mehlschwitze zubereitet. Diese kann weiterhin mit Sahne und einem verquirlten Eigelb abgebunden werden. Meist wird das Gemüse zusammen mit dem Krebsfleisch und den Semmelklößchen in einem tiefen Teller angerichtet und ansprechend mit der Sauce dekoriert. Alternativ kann das Gericht auch mit Mettwürstchen zubereitet werden.




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