Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Frisches Grün vor Ostern

Gründonnerstag ist der Tag der Karwoche, an dem Christus das letzte Abendmahl feierte. Seinen Ursprung hat dieser "stille" Feiertag aber auch in heidnischen Traditionen. An diesem Donnerstag wird das Aufblühen der Natur gefeiert. Vielerorts werden aus den Feldfrüchten, die Mitte April erhältlich sind, leuchtend grüne Frühlingsgerichte gekocht.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
14. April 2014
Bild: (c) HeikeRau / clipdealer.com

Gründonnerstagssuppe und -salate

Der Klassiker ist natürlich die Frankfurter Grüne Sauce. Die Kräuter-Palette gibt jedoch noch mehr her. Sehr ursprünglich ist eine Gründonnerstagssuppe aus nährstoffreichen Wildkräutern wie z. B. Brennessel, Vogelmiere, Wegerich, Sauerampfer, Löwenzahn, Giersch und Taubnessel. Hierfür wird als Basis eine Mehlschwitze gekocht. Die Kräuter werden kleingehackt und eingestreut. Das Ganze wird mit Zitrone, Knoblauch und etwas Parmesan abgeschmeckt.

Im April erhältliche Blattsalate umfassen Chicorée, Feldsalat und Rucola. Hier lohnt sich auch ein Besuch auf dem Wochenmarkt. Einige Anbauer bieten die leicht bittere Sorte Zuckerhut an. Dieser Salat schmeckt besonders in Kombination mit kleinen Apfelstückchen und einer Joghurt- oder Schmandsauce. Wer mag, kann auch Apfelsinen hineinschneiden.

 

Spinat und Bärlauch

Mit Sauerampfer zubereitet wird die grüne Variante des russischen Borschtsch. Hier spielen zudem frischer Spinat und Ei eine wichtige Rolle. In vielen Gegenden kommen zu Gründonnerstag einfach Spinat, Kartoffeln und Rührei auf den Tisch.

Der April liegt in der Mitte der kurzen Bärlauch-Saison (März bis April). Dieses würzige Kraut eignet sich ebenfalls gut für ein grünes Frühlingsgericht: Zum Beispiel als Pesto zu frischer Pasta, kleingehackt im Kräuterquark zu Kartoffeln oder auf knusprigen Baguettescheiben.

 

Ostern und Beginn der Spargelzeit

Ein weit verbreiteter Brauch ist das Aussäen von Kresse für Osternester. Die kleinen Blättchen sind viel zu schade, um sie nur zur Dekoration zu nutzen. Aus ihnen können wunderbare Dipps und Brotaufstriche, zum Beispiel mit Ei und Saurer Sahne, hergestellt werden.

In vielen Gegenden beginnt Ende April allmählich die Spargelzeit. Begrüßen Sie den Frühling doch mit Pasta auf grünem Spargel und einer Sauce aus Parmesan, Zitrone und Sahne.




Bildquellen von oben nach unten: (c) HeikeRau / clipdealer.com, (c) Petra Bork / pixelio.de, (c) tomonikon / clipdealer.com, (c) maren.wischnewski / clipdealer.com, (c) Michael Franke / pixelio.de, (c) cjung / clipdealer.com, (c) silencefoto / clipdealer.com, (c) sil007 / clipdealer.com, (c) bridgetkamahele / clipdealer.com, (c) alein / clipdealer.com, (c) ildipapp / clipdealer.com, (c) cokemomo / clipdealer.com, (c) pavlobaliukh / clipdealer.com, (c) heikerau / clipdealer.com, (c) LouPe / pixelio.de